Villa im Park als kulturelle Begegnungsstätte

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Ortsheimatpfleger Chris Riederer (Mitte) wird am Samstag in der Villa eine Ausstellung präsentieren. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Es ist faszinierend zu sehen, wie sich ein kleiner Ort in nur 100 Jahren verändert.“ Ortsheimatpfleger Chris Riederer blickt auf mehr als 30 historische Aufnahmen und Zeichnungen – Ansichten Meinerzhagens, wie es einst war.

Die meisten Bilder sind Postkarten, die Riederer auf DinA4-Format vergrößert hat. Wenn die Villa im Park am Samstag ab 11 Uhr ihre Pforten öffnet und die neue kulturelle und gesellschaftliche Begegnungsstätte bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt wird, werden diese Einblicke in die Vergangenheit Meinerzhagens und umliegender Ortschaften wie etwa Valbert, Mühlhofe oder Drögenpütt schon gerahmt sein und die Wände der Villa schmücken. Mit den historischen Ansichten wird eine Dauerausstellung eingerichtet, die am Samstag eröffnet wird und immer wieder neue Aufnahmen zeigt. Vor allem aber soll den vergilbten Bildern neues Leben eingehaucht werden. Und das geschieht im Rahmen der neu ins Leben gerufenen „Bilderwerkstatt“. „Wir treffen uns jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat um 19 Uhr hier in der Villa“, so Riederer. „Dann sind alle Interessierten eingeladen herzukommen, damit wir gemeinsam über eine der Aufnahmen reden können.“ Wo entstand das Bild? Welche Häuser stehen noch? Wem gehörten die Gebäude? Welche Geschichte erzählen die alten Mauern? Riederer hofft auf rege Beteiligung der Bevölkerung und weiterführende Hinweise ortskundiger Meinerzhagener, die das Wissen um die Geschichte des Ortes bereichern können.

Die Ergebnisse sollen später als Ausdruck neben die Aufnahmen gehängt werden. So wird die Ausstellung stets erweitert und ergänzt. Die erste Bilderwerkstatt findet am Mittwoch, 5. September, ab 19 Uhr statt. Dann geht es um die nebenstehend abgedruckte Ansicht der Hauptstraße mit Blick auf die Krim. Wer gerne mitdiskutieren möchte und sich für die Geschichte dieses Straßenabschnitts interessiert, sollte sich den Termin schon einmal vormerken.

Am Dienstag traf sich der Ortsheimatpfleger mit einigen der Hauptinitiatoren, um die Ausstellung zu besprechen. Holger Weyland, Eigentümer der Villa im Park, der Restaurator und Mitarbeiter Thomas Schröder, sowie Matthias Kretschmer, pädagogischer Leiter des Wald- und umweltpädagogischen Zentrums Heed, und Chantal Freyer, Mitarbeiterin des Bürgerfernsehens, stöberten mit dem Ortsheimatpfleger in der Bildersammlung und besprachen die Präsentation. ▪ ps

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