Villa im Park eröffnet

Kleinod im Herzen der Stadt

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Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Jan Nesselrath (Mitte) an den Stiftungsvorsitzenden Matthias Scholand. Der zerschnitt anschließend mit einer Schere das vor der Eingangstür angebrachte rote Band.

Ein Kleinod wurde aus dem Dornröschenschlaf erweckt; wach geküsst von vielen Prinzen und Prinzessinnen: Während der Eröffnungsfeier am Samstagmittag bewährte sich die Villa im Park erstmals nach der aufwendigen Sanierung als stilvoller Fest- und Kulturort im Herzen der Stadt.

Meinerzhagen – Die Veranda diente als Bühne für Musikbeiträge und Eröffnungsreden. Später gab es noch mehr Musik im großen Saal sowie eine unterhaltsame Gesprächsrunde zur Historie, zur Restaurierung und zur zukünftigen Nutzung der Immobilie.

Der Park, sonnendurchflutet an einem angenehm warmen Spätsommertag, bot eine eindrucksvolle Kulisse für die Eröffnungsfeier. Villa und Park, das wurde deutlich, gehören einfach zusammen und sind jetzt ein neues Alleinstellungsmerkmal für die Volmestadt. Moderator und WDR-Mitarbeiter Matthias Bongard begrüßte die Besucher nach dem Sektempfang. Das Violinquartett der Musikschule Volmetal unter der Leitung von Cosima Breidenstein stimmte auf die Eröffnung der Villa im Park ein.

Ein architektonisches Kleinod, ein Wahrzeichen für die Stadt, ein Schmuckstück: Die Begeisterung für das rundum erneuerte Gebäude in besonderer Lage war bei der Eröffnungsrede von Bürgermeister Jan Nesselrath nicht zu überhören. Auch ein stückweit Erleichterung wurde spürbar. „Seit die Villa in das Eigentum der Stadt Meinerzhagen überging, haben wir eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt“, gestand der Bürgermeister.

„Zu den vielen erstaunlichen Entdeckungen im Gebäude kamen andere, erschwerende Überraschungen hinzu“, so Nesselrath. Der Begeisterung für das Projekt habe das keinen Abbruch getan. „Dass die Villa nun so erstrahlt, ist ein Meisterstück und der Verdienst von Architekten, Planern, Handwerken und vielen mehr. Das Ergebnis war die Mühen wert.“

Die Villa sei weit mehr als ein Prestigeobjekt. „Sie ist ein Stück gelebter Identität, ein Teil unserer städtischen Geschichte und dabei gleichzeitig ganz modern“, betonte Nesselrath. Er wünschte sich mit Blick auf die künftige Nutzung eine „Villa Kunterbunt mit Festen, Workshops, Musik, Theater Lesungen und vielem mehr – ganz unterschiedliche Veranstaltungen, die ein ebenso unterschiedliches, buntes Publikum anziehen.“

Für ein erstes internationales Flair in der Villa sorgten dann die Vertreterinnen der beiden Partnerstädte Meinerzhagens. Francine Lemarié, stellvertretende Bürgermeister im französischen Saint-Cyr-sur-Loire, ging auf die Bedeutung der Kunstförderung ein und hatte entsprechend das Werk einer Malerin aus Saint-Cyr als Geschenk dabei. Irma van der Sloot, Beigeordnete aus der holländischen Partnerstadt Kampen. hob mit Blick auf die Villa die Bedeutung der Denkmalpflege hervor. Als Gastgeschenk gab es passend dazu eine hübsche Teedose mit einer alten Stadtansicht Kampens darauf.

Den Ansprachen folgte die Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Jan Nesselrath an Matthias Scholand, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Villa im Park. Die wird künftig das Kleinod mit Leben füllen. „Wir sehen uns als Stiftung nicht so sehr als Veranstalter, sondern mehr als fördernder Verwalter, der den Interessenten die vielfältig nutzbaren Räume mit passender Technik und Mobiliar zur Verfügung stellt“, so Scholand.

Er erläuterte dies in einer kurzen Gesprächsrunde, die von Matthias Bongard moderiert wurde. Weitere Gesprächspartner waren die für den Umbau verantwortliche Architektin Dorothea Ossenberg-Engels sowie Parkplaner Peter Drecker. Nach weiterer musikalischer Untermalung durch die Musikschule Volmetal und einem Imbiss war die Villa dann zur Besichtigung freigegeben.

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