Einblicke ins Regionale-Projekt

Eröffnung am 21. September: So sieht die Villa von innen aus

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Matthias Scholand ist Vorsitzender des Stiftungsvorstandes „Villa im Park“.
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Mut zur Farbe bewiesen die Planer in diesem Raum in Erdgeschoss.
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Meinerzhagen - 1888 wurde die „Gründerzeit-Villa mit klassizistischen Elementen“ im Meinerzhagener Stadtpark gebaut. In den vergangenen Jahren verfiel sie zusehends. Inzwischen wurde sie für 1,7 Millionen Euro renoviert. Am 21. September wird die Villa ihrer Bestimmung übergeben – als Kultur- und Begegnungsstätte.

Genutzt werden soll das Gebäude von Bürgern der vier Kommunen „oben an der Volme“. Meinerzhagener, Kiersper, Halveraner und Schalksmühler dürfen sich also freuen. Mit der Eröffnung der Villa als „Haus der Kultur“ am 21. September übernimmt eine Stiftung, mit dem Meinerzhagener Matthias Scholand an der Spitze, die Verantwortung für das Gebäude. 

Dieses Gremium wirkte auch bei der Sanierung und Möblierung mit. Scholand führte die MZ jetzt durch die aufwendig sanierten Räume der alten Villa. Zwei Etagen stehen künftig für Veranstaltungen zur Verfügung – egal ob Lesungen, kleine Konzerte, Ausstellungen, Aufführungen oder private Feiern wie Geburtstage oder Firmenevents. Und ja: Jeder Interessent kann sie prinzipiell mieten. „Wilde Partys“ sollen hier allerdings nicht stattfinden. 

Im Erdgeschoss steht der größte Raum des Hauses zur Verfügung. Tagungen, Hochzeiten und mehr – vieles ist hier möglich. „Die Bestuhlung richtet sich nach dem Anlass. Und grundsätzlich können hier bis zu 100 Gäste untergebracht werden“, erläutert Scholand. Eine barrierefreie Toilette, eine Küche mit Industriespülmaschine, variablen Herdplatten, Kühltruhen, professioneller Kaffeemaschine und Geschirr steht außerdem zur Verfügung. 

Mut zur Farbe bewiesen die Planer in diesem Raum in Erdgeschoss.

Und es gibt kleine „Rückzugsorte“ wie den gemütlichen Erker, eine Art Wintergarten, und die Sofa-Ecke. Für besondere Anlässe kann der große Raum auch mit einer kleinen und transportabeln Bühne ausgestattet werden. Viel Liebe zum Detail verrät auch der aufwendig aufgearbeitete Mosaikfußboden, der im Original aus dem Jahr 1888 erhalten ist. 

Selbst die Holzfenster, die Stuckelemente an den Decken und die Fußleisten wurden so belassen, wie der Bauherr sie einst anlegen ließ, und lediglich saniert. Wo nötig, wurden fehlende Teile nachgebaut und eingepasst. Dabei mussten teils strenge Auflagen des Denkmalschutzes beachtet werden. 

Der erste Stock kommt im Vergleich dazu nüchterner, aber nicht minder geschmackvoll eingerichtet, und mit einem dezent-roten Linoleumboden daher. Hier ist vieles auf Tagungsgäste ausgelegt, dafür gibt es dort drei Räume für jeweils 10 bis 15 Personen. 

Die neueste Technik für Ton- und/oder Bildwiedergabe steht ebenfalls bereit. Allein drei große Flatscreen-Monitore sind im Haus montiert, einer im Erdgeschoss, zwei in der Etage darüber. „Die Beleuchtung ist modern, aber eine stimmige Ergänzung zum gesamten Bestand. Wir haben darauf geachtet, dass wir aus der Villa kein Puppenstübchen machen“, erklärt Scholand, der außerdem die Flexibilität hervorhebt, welche die Villa biete: „Sie ist grundsätzlich geeignet für Veranstaltungen mit zehn bis 100 Teilnehmern.“ 

Die Villa im Park strahlt Geschichte aus. Doch hinter der Fassade verbirgt sich modernste Technik. Eine Brennwertheizung neuester Generation, komplett neue Gas-, Wasser und Elektroleitungen und eine moderne Alarmanlage wurden eingebaut. Alles ist also vorbereitet. Am Samstag, 21. September, ist ab 14 Uhr die Öffentlichkeit zum Tag der offenen Tür eingeladen, um sich selbst ein Bild zu machen von „ihrer Villa“, die Strahlkraft ins gesamte Volmetal besitzen soll

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