Ein Gerüst, sechs Gründe

Erneute Baumaßnahmen an der Jesus-Christus-Kirche Meinerzhagen

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Auf dieser Luftaufnahme kann man gut erkennen, um welche Dimension es sich bei der Baustelle an der Kirche handelt.

Meinerzhagen – Vielen Meinerzhagenern wird es aufgefallen sein: Seit einiger Zeit ist der Turm der Jesus-Christus-Kirche wieder eingerüstet.

Das hat gleich mehrere Gründe, denn verschiedene Baumaßnahmen machten es nötig, das Gerüst aufzustellen. Als in der ersten Dezemberwoche 2018, nach dem Einbau der neuen Glocken bis zum 1. Advent, das Gerüst abgebaut wurde, waren noch Restarbeiten notwendig. „Die konnten aufgrund der Jahreszeit, der denkmalrechtlichen Freigaben und der Finanzierung nicht direkt weitergeführt werden“, erläutert Friedrich-Wilhelm Schnöring, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Meinerzhagen. Und was ist jetzt noch zu tun?

Die Schalllukenöffnung, durch die die neuen Glocken einst mit Hilfe eines Krans in den Turm gehoben wurden, muss gestrichen werden. Das soll nun passieren. An der Bruchsteinmauerkrone im Turm muss eine Hausschwamm-Bekämpfung vorgenommen werden. Der Turmuhrenumbau steht an, es erfolgt die Umrüstung auf elektronische Uhrwerke. 

Zimmermannsarbeiten am Fachwerk unterhalb des neuen Glockenstuhles sind zu erledigen. Schon vor der Baumaßnahme „neue Glocken“ war bekannt, dass der Schiefer des Turmhelmes – der etwa 80 Jahre alt ist – in sehr schlechtem Zustand ist. Eine neue „Schieferung“ ist unerlässlich.

„Die Stiftung Jesus-Christus-Kirche hatte hier Zusagen zur Finanzierung gegeben“, freut sich Friedrich-Wilhelm Schnöring. Der „Kaiserstiel“ an der Spitze des Turmes muss saniert werden. Das starke Unwetter am 19. Mai 2019 führte dort zu einem Blitzeinschlag, der dabei auch die Blitzableiteranlage zerstörte.

Bei der Schadensaufnahme fiel außerdem auf, dass der „Stiel“ marode ist und relativ zeitnah ersetzt werden sollte. Friedrich-Wilhelm Schnöring erläutert weiter: „Auch die Konstruktion auf der Spitze des Glockenturmes bedarf einer Grundrenovierung und hier wären der Kirchengemeinde Sponsoren sehr willkommen. Wobei eine Vergoldung der Metalloberfläche in Relation zu anderen Kosten recht ,preisgünstig’ ist.“ 

Die Finanzierung der Baumaßnahme wird laut dem Presbyteriums-Vorsitzenden durch Substanz-Rücklagen, die Stiftung Jesus-Christus-Kirche, die Auflösung des Glockenfonds und Sponsoren möglich. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

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