Erhaltungsprogramm: Landstraßen 708 und 709 nicht berücksichtigt

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Gemeinsam mit der Sanierung der L709 und/oder der L708 ab Eichen wollte die Stadt die unbefriedigende Gehwegsituation in Hunswinkel lösen.

Meinerzhagen – Es stimmt, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW durch seine Niederlassung für Südwestfalen in den letzten rund sieben Jahren eine große Menge Geld an den Straßen in Meinerzhagen verbaut hat. Rechnet man die 2012 fertiggestellte Südumgehung hinzu, liegt der Betrag deutlich über 30 Millionen Euro. Von „einfachen“ Fahrbahnsanierungen über Optimierungen von Kreuzungsbereichen bis zur grundlegenden Erneuerung war alles dabei. 

Oftmals, wie im Bereich der Volmestraße, konnte durch Kooperationen mit städtischen Bauarbeiten der Aufwand verringert und Zeit und Geld gespart werden. Genau mit einer derartigen Kooperation sollte es eigentlich auch seit knapp zwei Jahren im Bereich der Derschlager Straße und in Hunswinkel weitergehen. An beiden Stellen wollte sich die Stadt mit dem Bau von neuen Gehwegen, beziehungsweise mit deren Sanierung, an den Straßenbau anhängen. Nicht zuletzt, um zu verhindern, dass vorher Fertiggestelltes bei der Durchführung der vom Umfang größeren Arbeiten an den Fahrbahnen Schaden nehmen könnte. 

Bereits Anfang des Jahres hatte Straßen.NRW-Abteilungsleiter Eberhard Zimmerschied auf Nachfrage der MZ angedeutet, dass es nach damaligem Stand in diesem Jahr wohl nicht zu einem Weiterbau der L 709 (Listerstraße) kommen werde und es auch bei der Maßnahme L 708 keinen neuen Sachstand gebe. Hier ruht seit einiger Zeit wegen des nötigen Grunderwerbes für den Geh- und Radweg der Fortgang der dringend nötigen Fahrbahnsanierung. „Im Erhaltungsprogramm 2019 finden sich keine Meinerzhagen betreffenden Maßnahmen“, informierte der Medienbeauftragte von Straßen.NRW, Andreas Berg, jetzt aktuell und verwies auf den Stand vom 1. März. 

Auch wenn es einleuchtet, dass es bei insgesamt 42 Kommunen, die von der Abteilung Südwestfalen betreut werden, nicht für jede und in jedem Jahr größere Summen für Maßnahmen geben kann, ist eine Verärgerung der Verkehrsteilnehmer nachvollziehbar. Die finden seit Längerem ab der Ortslage Krummenerl auf der L 709 eine Schlaglochpiste vor. Und bei ihrer Weiterfahrt Richtung Attendorn steigert sich dieser Zustand auf der L 708 noch rapide. Besonders für die Anwohner an der Strecke bedeutet das indes nicht nur, auf ihren täglichen Wegen durchgerüttelt zu werden. Auch die erheblichen Verkehrsgeräusche, die besonders von den unbeladenen Muldenkippern auf dem Weg zu den Steinbrüchen erzeugt werden, gehen durch Mark und Bein. 

Unter Umständen war es vor einigen Jahren ein nicht so geschickter Schachzug, die Anlegung des Geh- und Radweges mit der eigentlichen Fahrbahnsanierung zu koppeln. Diese hätte nämlich im sogenannten Bestand problemlos erfolgen können. Zwar sollte damit auch die im Rahmen der Regionale 2013 ursprünglich größer geplante Badestelle in Windebruch „touristisch“ angebunden werden, dort existiert nun aber bekanntlich die abgespeckte, aber dennoch attraktive Variante. Und die wäre bestimmt schon durch eine intakte Straßenoberfläche gut bedient und angebunden. 

Das sichere Umrunden der Lister ist ohnehin bereits jetzt über die Staumauer bis Kalberschnacke möglich. Beim Bau der im Bauprogramm der Stadt eingesetzten Maßnahmen, sind nach Angaben von Fachbereichsleiter Jürgen Tichbiereck keine „Alleingänge“ sinnvoll oder sogar ohne den entsprechenden Straßenbau realisierbar.

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