Erfolgreiches erstes Geschäftsjahr

Karl-Michael Dommes (2.v.r.) und seine Vorstandskollegen Josef-Werner Schulte, Hans-Erich Lenk und Roland Krebs (v.l.).

MEINERZHAGEN/MÄRKISCHER KREIS ▪ Es war das erste komplette Geschäftsjahr nach der 2009 vollzogenen Fusion der drei bis dahin eigenständigen Volksbankengruppen im Lennetal, in Lüdenscheid und in Meinerzhagen zur neuen Volksbank im Märkischen Kreis.

Und es wurde zu einem „Erfolgsjahr“, wie heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Meinerzhagen der Vorstand konstatieren und mit Daten und Fakten belegen konnte: Die Bilanzsumme stieg 2010 um 4,7 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro. Damit übertraf man das Ergebnis aller Volksbanken in NRW deutlich. Nach Angaben des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes betrug der Zuwachs bei den Bilanzsummen insgesamt 3,5 Prozent. Das Zins- sowie das Provisionsergebnis wurden deutlich ausgeweitet. Die Mitgliederzahl der Bank stieg um 1740 auf jetzt 36 794 so stark wie noch niemals zuvor in einem Jahr.

Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes: „Mit unserem betriebswirtschaftlichen Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Vor allem aber der Zuwachs an Kunden und neuen Mitgliedern macht uns stolz, zeigt dies doch das Vertrauen, das man unserer Bank entgegenbringt.“

Im Gespräch erläuterten Dommes und seine drei Vorstandskollegen Roland Krebs, Hans-Erich Lenk und Josef-Werner Schulte heute interessante Details zur insgesamt aus ihrer Sicht sehr erfreulichen Entwicklung. Dabei ging man auch noch einmal auf die erfolgte Fusion ein.

Durch den Zusammenschluss sei man zum Stichtag 31. Dezember 2009 unter den insgesamt 1130 Genossenschaftsinstituten nach der Bilanzsumme auf Platz 42 vorgerückt, gehört somit zu den 50 größten Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Noch bessere Positionen eroberte man aus dem Stand heraus im Bereich des Zinsüberschusses mit Rang 11, im Provisionsergebnis mit Rang 28 und im Teilbetriebsergebnis (vor Steuern) mit Rang 26. „Damit erreichten wir bereits im Fusionsjahr 2009 eine im Vergleich hervorragende operative Rentabilität der neuen Volksbank im Märkischen Kreis, die sich im Jahr 2010 nochmals verbessert hat“, sagte Vorstandssprecher Dommes.

Wusste man zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres die wirtschaftliche Entwicklung nur schwer zu prognostizieren, war der gesamtwirtschaftliche Verlauf dann doch insgesamt positiv. Nach Beobachtungen der heimischen Volksbank nahm die deutliche Zurückhaltung, die die schwere Finanz- und Wirtschaftskrise zuvor ausgelöst hatte, im Verlauf des ersten Halbjahres 2010 erkennbar ab. Dies führte schließlich dazu, dass sowohl das Kredit- als auch das Einlagengeschäft anzog. Mit einem Wachstum auf der Finanzierungsseite (Kreditgeschäft) von 1,9 Prozent auf 935 Millionen Euro und bei den Kundeneinlagen 3,6 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro konnte das Geschäftsjahr abgeschlossen werden.

Neben den eigenen Finanzierungen war zusätzlich die Vermittlung von Fördermitteln ein zentrales Thema, wie Vorstandsmitglied Roland Krebs hervorhob. Hier ging es unter anderem auch um Mittel für energetische Maßnahmen. Die Volksbank stellte für ihre Mitglieder und Kunden insgesamt 261 Anträge mit einem Finanzierungsvolumen von stattlichen 42,9 Millionen, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 30,7 Prozent entspricht. Der darin enthaltene Anteil an Fördermitteln für gewerbliche Finanzierungen wurde gegenüber dem Vorjahr sogar verdoppelt.

Erfolgreich war man auch im Immobiliengeschäft unterwegs. Mit 109 vermittelten Objekten bei einem Gesamtvolumen von 13,1 Mio. Euro verzeichnete man hier einen überdurchschnittlichen Zuwachs. Besonders gut lief das Geschäft im Bereich Meinerzhagen mit insgesamt 36 begleiteten Verkäufen.

Darüber hinaus zeigte auch die Vermittlung von Finanzklassikern ein positives Bild. Es wurden Lebensversicherungen in Höhe von 14 Mio. Euro Versicherungssumme, Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 56 Mio. Euro sowie Anschaffungsdarlehen in Höhe von 12 Mio. Euro vermittelt. Dommes: „Sowohl im Firmenkunden als auch im Privatkundengeschäft werden wir von unseren Kunden in Anspruch genommen.“ Er zeigte jedoch gleichzeitig auf, dass es im Bereich der Zukunftsvorsorge noch hohen Beratungsbedarf gebe.

Neben dem bilanziellen Wachstum hat die Volksbank im Märkischen Kreis entsprechend Positives auf der Ertragsseite zu berichten. Der Zinsüberschuss konnte um 6,0 Prozent auf 38,8 Mio. Euro ausgeweitet werden. Bei den Erträgen aus Provisionsgeschäften gelang nach rückläufiger Entwicklung im Vorjahr im Geschäftsjahr 2010 wiederum eine Steigerung von 7,0 Prozent auf 12,3 Mio. Euro. Für den Bilanzgewinn nach Steuern ergibt sich ein Zuwachs von 2,4 Prozent auf 2,59 Mio. Euro. „Mit diesem Ergebnis können wir eine attraktive Dividende an unsere insgesamt 36 794 Mitglieder ausschütten und außerdem unser Eigenkapital als Basis unseres Geschäfts dotieren“, zeigte sich der Vorstand heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zufrieden.

Darüber hinaus sei es gelungen, „klare Synergien“ aus den beiden Fusionen zu erzielen, erläuterte der Vorstand. So biete die Volksbank im Märkischen Kreis seit dem vierten Quartal 2010 als bislang einzige Regionalbank vor Ort eine eigene Vermögensverwaltung für ihre Kunden. Die dafür neu gebildete Abteilung, die unter Leitung von Werner Rolle steht, der noch zu Meinerzhagener Volksbankzeiten erfolgreich für die Wertpapierabteilung verantwortlich zeichnete, hat ihren Sitz am Standort Lüdenscheid und ist flächendeckend aktiv. Außerdem wurde angekündigt, das Angebot für Firmenkunden erweitern zu wollen. Neben Spezialisten für Agrarkunden bietet die Volksbank auch Zins- und Währungssicherungsgeschäft für ihre Unternehmenskunden an.

Neben ihrer Rolle als Finanzdienstleister versteht sich die Volksbank traditionell als Förderer der Region. 2010 wurden 238 000 Euro für Spenden und Sponsoring an Vereine und Verbände vor Ort zur Verfügung gestellt.

-fe

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