Energiemesse der Stadtwerke

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Pressekonferenz im Vorfeld der Energiemesse, die am kommenden Samstag von 10.30 bis 18 Uhr auf dem Schützenplatz läuft. Im Bild von links Jens Groll (Stadtwerke), Jürgen Fronius (Sparkasse), Oliver Drenkard und Claudia Cyriax (beide Meinerzhagener Baugesellschaft), Roman Kappius (Sparkasse), Roland Krebs (Volksbank) und Michael Berkenkopf (Stadtwerke). ▪

MEINERZHAGEN ▪ Wer jetzt in die Energieeinsparung seines Hauses investiert, kann aus einer großen Zahl von Förderprogrammen auswählen, sich niedrige Zinssätze für Darlehen sichern und mit einer schnellen Amortisation der Aufwendungen rechnen. Auf der Energiemesse der Stadtwerke am kommenden Samstag von 10.30 bis 18 Uhr auf dem Schützenplatz können sich investitionswillige Haus- und Wohnungseigentümer bei der Sparkasse und der Volksbank sowie mehreren Finanzdienstleistern und erfahrenen Betrieben informieren.

„Die Bundesregierung hat in ihrem neuen Energiekonzept die Energieeinsparung zum wichtigsten energie- und umweltpolitischen Handlungsfeld erklärt. Vor allem der Energiebedarf der Wohngebäude soll massiv vermindert werden,“ erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Berkenkopf im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen und der Volksbank im Märkischen Kreis die aktuelle Situation. Die Finanzierung energiesparender Investitionen im Gebäudebereich ist eine Mammutaufgabe. Ein wichtiges Instrument zur Förderung von Energieeinsparinvestitionen sind die Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Doch Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen der bundeseigenen Bank sind an strenge Vorgaben und Pflichten des Kreditnehmers gebunden. Bei den Sparkassen und Volksbanken gibt es speziell geschulte Berater, die dem Haus- oder Wohnungseigentümer die Förderbedingungen erläutern und bei der Beantragung der KfW-Mittel helfen.

Zusätzlich lohnt sich oft ein Vergleich mit den Kreditangeboten der Finanzinstitute. Grundsätzlich sind die derzeit niedrigen Zinsen förderlich für Energieeinsparinvestitionen. Maßnahmen, wie die Erneuerung des Heizkessels, der Einbau einer Solaranlage oder Dämmmaßnahmen, rechnen sich schon nach wenigen Jahren. Die derzeit niedrigen Zinsen vermindern den Zinsaufwand und machen eine Darlehensaufnahme attraktiv. Mit einem preisgünstigen Förderdarlehen bindet der Immobilienbesitzer kein eigenes Vermögen und bleibt liquide.

„Wir glauben, dass wir in einer Zeit angekommen sind, in der Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen können und müssen. Wir haben als Sparkasse mittlerweile zahlreiche Maßnahmen selbst durchgeführt oder unterstützt, die das eindrucksvoll belegen“ , äußerte sich Sparkassen-Vorstand Roman Kappius. Gemeinsam mit den Stadtwerken, der Enervie-Gruppe, Energieberatern und heimischen Handwerksbetrieben gründete die Sparkasse bereits 2008 eine Energie-Initiative, um vor Ort Angebot und Nachfrage zusammenzuführen.

Auch ermöglichte die Sparkasse ihren Kunden, mit dem „Bürger-Solar-Brief 1“ von einer regionalen Umweltmaßnahme zu profitieren. Mit dem Investitionskapital aus dieser Geldanlage wurden zwei Photovoltaik-Anlagen auf Sparkassendächern errichtet. Das Konzept und der Erfolg dieser ersten Maßnahme führte in diesem Jahr zu einem weiteren Projekt: Nach dem gleichen Prinzip entstehen durch Kooperation von Sparkasse, Stadt und Stadtwerken Photovoltaikanlagen auf Dächern öffentlicher städtischer Gebäude.

Anlässlich der Energiemesse am Samstag stellt die Sparkasse unter dem Namen „Sparkassen RegioBrief Umwelt plus“ ein neuartiges Produktkonzept vor. „Hierbei handelt es sich um einen Sparkassenbrief mit zehnjähriger Laufzeit und einer überdurchschnittlichen Verzinsung. Für jede 1000 Euro Anlagesumme stellen wir 20 Euro für Umweltprojekte in der Region bereit“, kündigt Sparkassenvorstand Roman Kappius an.

Volksbank-Vorstandsmitglied Roland Krebs verweist darauf, dass die Finanzierung von Modernisierungen – auch unter energetischen Gesichtspunkten – zunehmend im Fokus des Baufinanzierungsgeschäftes stehe. Vor diesem Hintergrund arbeite die Volksbank im Märkischen Kreis mit einem Netzwerk von Energieberatern zusammen, da energetische Modernisierungen im Vorfeld einer kompetenten Analyse bedürfen – sowohl baulich als auch wirtschaftlich.

Das Interesse seitens der Immobilienbesitzer sei hoch: „Dies haben wir im Rahmen von Thermographieangeboten sowohl im Bereich Meinerzhagen als auch in unserem übrigen Geschäftsgebiet in den zurückliegenden Jahren immer wieder feststellen können. Vielfach wurden die angefertigten Thermographieaufnahmen als Basis verwendet, um Modernisierungspotenzial zu erkennen und mit gezielten Maßnahmen umzusetzen“, so Krebs und weiter: „Auch mit Blick auf unsere eigenen Gebäude beschäftigen wir uns regelmäßig mit dem Thema: Beispielsweise wurde die Fassade unserer Geschäftsstelle Meinerzhagen auch unter energetischen Gesichtspunkten gedämmt.“

Am Infostand der Volksbank bei der Energiemesse gibt es übrigens auch die Chance, im Rahmen einer Verlosung eine kostenlose Energieberatung zu gewinnen.

Mit im Boot der Energiemesse sitzt aus voller Überzeugung auch die Meinerzhagener Baugesellschaft. „Als größter Wohnraumanbieter in Meinerzhagen und verantwortungsbewusstes Unternehmen leisten wir unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und setzen auf energieeffizientes und umweltbewusstes Bauen und Modernisieren“, zeigte im Rahmen des Pressegesprächs MBG-Geschäftsführer Oliver Drenkard auf. Dies geschehe so, dass alle Beteiligten gewinnen: „Für die Bewohner und Mieter bedeutet das verringerte Energiekosten und ein angenehmeres Wohngefühl durch ein verbessertes Raumklima und damit höhere Lebensqualität. Wir schaffen einen zukunftsfähigen Wohnbestand und erzielen somit eine nachhaltige Bewirtschaftung unseres Immobilienbestandes. Und nicht zuletzt profitieren Natur und Umwelt durch Ressourcenschonung, Energieeinsparung und CO2-Reduktion. Wie wir das in die Tat umsetzen zeigen wir auf der Energiemesse der Stadtwerke Meinerzhagen GmbH anhand von einigen Beispielen“, kündigt Drenkard an: So das Neubauprojekt Schöppenkampstraße 19 a. Dieses Gebäude zählt sicherlich zu den energieeffizientesten Mehrfamilienhäusern in Südwestfalen. Der jährliche Energieverbrauch ist fast drei Viertel geringer als bei einem vergleichbaren Mehrfamilienhaus aus dem Jahre 2006.

Ein weiteres Beispiel ist die Sanierungsmaßnahmen an den Häusern an der Dränkerkampstraße.

Die gesamte Gebäudehülle wurde mit einem hochwertigen Wärmedämmsystem, einer komplett neuen, energieeffizienten Heizungsanlage sowie hochdämmenden Fenstern und thermisch getrennten Ständerbalkonen ausgestattet. Ergebnis: Der Heizenergieverbrauch in den Gebäuden konnte nach der Sanierung um rund 50 Prozent gesenkt werden. ▪ -fe

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