Baugesellschaft Meinerzhagen investiert

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Im Mai soll es auf der oberen Seite der Dränkerkampstraße mit der Sanierung und Modernisierung weiterer Mehrfamilienhäuser der Baugesellschaft losgehen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) investiert im laufenden Jahr die stolze Summe von rund zwei Millionen Euro in Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen für ihren rund 1400 Einheiten umfassenden großen Mietwohnungsbestand in der Volmestadt. Ein besonderer Schwerpunkt bleibt dabei die sogenannte „energetische Sanierung“, durch die Einspareffekte von über 50 Prozent bei den Heizkosten erzielt werden können. Im Gespräch mit der MZ erläuterte MBG-Geschäftsführer Oliver Drenkard das Investitionsprogramm für 2013.

Ein besonderer Schwerpunkt bleibt dabei die sogenannte „energetische Sanierung“, durch die Einspareffekte von über 50 Prozent bei den Heizkosten erzielt werden können. Im Gespräch mit der MZ erläuterte MBG-Geschäftsführer Oliver Drenkard das Investitionsprogramm für 2013.

Nach den beiden in 2012 und 2011 abgeschlossenen großen Projekten am Prumbomweg mit dem Schwerpunkt barriefreies Wohnen und dem neuen Gesundheitsheitszentrum „Multimedicum“ am Kapellenweg steht in diesem Jahr zunächst kein größeres Neubauvorhaben an. „Wir werden aber in absehbarer Zeit unser Engagement im immer stärker nachgefragten Bereich des Wohnens für ältere Menschen in stadtzentraler Lage fortsetzen“, kündigt Drenkard an.

In diesem Jahr wird als größte Einzelmaßnahme mit einem Volumen von rund 970 000 Euro die energetische Sanierung und Modernisierung im Bereich der Dränkerkampstraße fortgeführt. Diese Mehrfamilien-Mietshäuser stammen zum großen Teil aus den 1960er Jahren. Beginn der umfänglichen Sanierung war hier schon 2009 mit den ersten neun Häusern und insgesamt 63 Wohnungen. Das wurde 2011 zunächst im talseitigen Bereich mit weiteren sechs Gebäuden und 45 Wohneinheiten abgeschlossen. Insgesamt wurden in diesen drei Jahren dafür rund fünf Millionen Euro aufgewendet. In diesem Jahr geht es nun an den Gebäude-Bestand auf der Nordseite. Hier sollen bis voraussichtlich November weitere 24 Wohnungen in den Gebäuden mit den Hausnummern 29, 31, 33 und 35 nach dem gleichen Muster sozusagen rundum erneuert werden.

Im Rahmen einer Mieterversammlung sind die Betroffenen bereits vorab über die Details der Maßnahme ausführlich informiert worden. Geschäftsführer Oliver Drenkard berichtet von einem „erfreulichen hohen Maß an Zustimmung“ aus der Mieterschaft. Dazu trug wohl auch bei, dass anhand von konkreten Daten und Fakten der zu erwartende Einspareffekt im Bereich der Heizkosten veranschaulicht werden konnte. Die mit der Sanierungsmaßnahme verbundene Erhöhung der Grundmiete um 1,25 Euro pro Quadratmeter und Jahr werde, so betont Drenkard, „je nach Berechnungsmethode bereits zwischen 49 und 50 Prozent sofort durch die Heizkostenersparnis kompensiert, mittelfristig sogar überkompensiert.“

Heizkostenersparnis

schon im ersten Jahr

Als Beleg für diese Aussage können die mit den schon sanierten Gebäuden gemachten Erfahrungen herangezogen werden. So konnte bei den Gebäuden Dränkerkampstraße 18 bis 34 bei der Heizkostenberechnung eine Reduzierung des Energieverbrauchs für die Heizung von durchschnittlich 155 kWh pro Quadratmeter im Jahr 2008 auf nur noch 77 kWh 2010 im ersten Jahr nach erfolgter Sanierung festgestellt werden.

Zwei Hauptziele hat sich die Baugesellschaft mit diesem Pilotprojekt an der Dränkerkampstraße gestellt und inzwischen auch schon zu gut der Hälfte des hier vorhandenen Wohnungsbestandes erfolgreich umgesetzt: Zum einen in Form einer „energetischen Sanierung“. Die Maßnahmen sollen dabei nachhaltig die Einsparung von Energie bewirken. Und zweitens im Weg einer „klassischen“ Modernisierung: So sollen die Maßnahmen auch den Gebrauchswert der Wohnungen spürbar erhöhen und die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern.

Und das sind im Einzelnen die Maßnahmen im Rahmen der energetischen Sanierung:

• Austausch aller Fenster gegen moderne, energetisch zeitgemäße Fenster mit hochwertigem Wärmeschutzglas.

• Ausstattung der Fenster mit elektrisch betriebenen Rollläden.

• Dämmung der Fassade mit einem hochwertigen Wärmedämmverbundsystem.

• Dämmung der oberen Geschossdecke und des Treppenhauses zum Dachraum.

• Dämmung der Kellerdecke von unten zum beheizten Bereich.

• Austausch der bestehenden Heizanlage gegen eine auf neuestem technischen Stand: Gasbrennwertkessel und Austausch der Heizkörper in den Wohnungen.

• Ausstattung der Wohnungen mit modernen elektronischen Durchlauferhitzern.

Im Zuge der Gebäude- und Wohnungsmodernisierung sind noch die folgenden, sowohl der Optik als auch der Wohnqualität dienenden Maßnahmen geplant:

• Austausch der bisherigen Balkone (Kragplatten) gegen vorgestellte, thermisch getrennte Ständerbalkone mit vergrößerter Nutzfläche.

• Dachneueindeckung mit Erneuerung der Klempnerarbeiten.

• Austausch der alten Wohnungseingangstüren gegen moderne Türen mit verbessertem Schallschutz, verbesserter Luftdichtigkeit und verbesserter Wärmedämmung.

• Einbau einer Haustürsprechanlage.

• Erneuerung der Elektroinstallation in den gemeinschaftlichen Räumen und in den Kellerräumen.

• Renovierung des Treppenhauses und der Flure.

• Neugestaltung des Hauseingangsbereichs und Verschönerung der Umlagen.

Start der Arbeiten für die nächsten vier Gebäude an der Dränkerkampstraße soll im Mai sein.

Darüberhinaus investiert die Baugesellschaft, wie schon in den Vorjahren, auch in diesem Jahr rund eine Million Euro an Fremdleistungen für weitere kleinere Erneuerungen und Modernisierungen an ihrem Wohnungsbestand. „Von diesem Volumen profitieren natürlich über die zu vergebenden Aufträge auch die Handwerksunternehmen der Region“, unterstreicht Drenkard.

Nachfrage in Werlsiepen

zieht spürbar an

Nach eher verhaltenem Beginn zieht mittlerweile auch die Nachfrage von Baugrundstücken deutlich an, die die MBG im Neubaugebiet Werlsiepen vermarktet. Drenkard: „Aktuell haben wir 13 Grundstücke verkauft. Das ist dann in etwa die Hälfte der hier erschlossenen Grundstücke.“ Und erfreut kann er feststellen, dass in den letzten Wochen und Monaten die Nachfrage weiter deutlich zugenommen hat – „insbesondere auch von auswärtigen Kaufinteressenten“. So sind etliche weitere Grundstücke mittlerweile schon „reserviert“, so dass Drenkard sicher ist: „Mit Werlsiepen geht es in diesem Jahr entscheidend voran!“ ▪ -fe

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