Endspurt auf der Baustelle

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Endspurt auf der Großbaustelle im Bereich der Autobahnanschlussstelle Meinerzhagen: Rechtzeitig vor dem Winterbeginn soll die zurzeit gesperrte und dann neu gestaltete Auf- und Abfahrt in Richtung Frankfurt für den Verkehr freigegeben werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Der Winter naht. Erste Frostnächte hat es schon gegeben. Auf der Großbaustelle im Bereich der Autobahnanschlussstelle Meinerzhagen wird mächtig aufs Tempo gedrückt, um bis zum vorgegebenen Termin am 14. November die zurzeit bestehende Sperrung der Abfahrt aus Richtung Dortmund und der Auffahrt in Richtung Frankfurt wieder aufheben zu können.

„Es sieht gut aus. Wir müssten das schaffen können“, gibt sich im Gespräch mit der MZ Projektleiter Olaf Bühren vom Landesbetrieb Straßen NRW zuversichtlich.

Seit dem 8. August gilt die bislang einschneidenste Verkehrsbeschränkung im Zuge des Neubauprojektes der Landstraße 306 als Meinerzhagener Südumgehung. Die Neugestaltung des künftigen Verkehrsknotenpunktes bei Scherl mit Verknüpfung der neuen Umgehungsstraße, der Bundesstraße 54, der Autobahn Sauerlandlinie und der Landstraße 539 machte es aus Sicht der Planer, Straßenbauer und auch der Polizei unmöglich, die Autobahnanschlussstelle in diesem Bereich weiter geöffnet zu halten. Der Verkehr wird seither großräumig umgeleitet. Wer in Richtung Frankfurt will, muss seither in Drolshagen auffahren. Abfahren und wenden müssen hier auch die Autofahrer, die über die A 45 aus Richtung Dortmund kommen und eigentlich in Meinerzhagen abfahren wollen. Nur für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr blieb eine provisorisch angelegte Ab- und Auffahrt bestehen.

Die mit den Bauarbeiten beauftragte Firma Oevermann aus Münster stand vor einer großen Herausforderung. Weil die Sperrung der Autobahnanschlussstelle auch aus Sicherheitsgründen nicht bis in die Winterzeit hinein dauern sollte, wurde von Beginn an unter Hochdruck auf der Baustelle gearbeitet, zum Teil in zwei Schichten und auch an Samstagen. Neben den neuen Fahrspuren war auch ein Regenrückhaltebecken für das anfallende Oberflächenwasser von der Südumgehung anzulegen.

Mittlerweile sind die Straßenbauarbeiten so gut wie erledigt. Die letzten Asphaltierungsarbeiten konnten dank des guten Wetters in den letzten zwei Wochen beendet werden. Wie Projektleiter Olaf Bühren informiert, wird jetzt noch ein kleineres Straßenstück auf der L 539 im Bereich zwischen den beiden Brücken zunächst abgefräst und dann ebenfalls erneuert. Parallel dazu wird der restliche Erdbau im Bereich der Böschungen an der neu gestalteten Anschlussstelle zu Ende gebracht. Es werden Fundamente für die Straßenschilder gesetzt. Die Masten für die Ampeln sind bereits aufgestellt. Die Signaltechnik wird in Kürze installiert und funktionstüchtig gemacht. Mit dem Setzen von Leitplanken und dem Aufbringen der Fahrbahnmarkierungen wird dann auch dieser vorletzte Bauabschnitt zum Abschluss gebracht. Danach kann der Verkehr wieder rollen – und der Winter kann kommen.

Von Horst vom Hofe

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