Sind spezielle Haltepunkte die Lösung?

Problem Elterntaxi: Hol- und Bringzone für die Wahr im Gespräch

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Nicht immer ist es hier so ruhig: An der Königsberger Straße staut sich der Verkehr zu Stoßzeiten.

Meinerzhagen - Sind spezielle Haltepunkte für sogenannten Elterntaxis eine Lösung, um Verkehrsprobleme an den Meinerzhagener Schulen in den Griff zu bekommen? Das soll nun geprüft werden – unter anderem, um etwa an der Wahr für Entlastung zu sorgen.

Es gibt sie in mehr oder weniger ausgeprägter Form an allen Meinerzhagener Schulen: Verkehrsprobleme, die durch das Bringen und Abholen der Schüler entstehen. Dabei spielt der Transport durch den öffentlichen Personennahverkehr keine oder maximal nur eine untergeordnete Rolle. Denn sind hierbei die Fahrpläne gut auf den Schulbetrieb abgestimmt, funktioniert er.  Und auch in puncto Sicher- und Barrierefreiheit ist in den vergangenen Jahren einiges passiert. 

Knackpunkt sind die sogenannten Elterntaxis. Gerne fahren Mütter oder Väter die „Kleinen“ bis vor den Schuleingang. Aufgrund der Vielzahl der Transporte ergeben sich dann jedoch Konfliktsituationen mit den restlichen Verkehrsteilnehmern und gleichfalls mit den Anliegern der Zufahrtsstraßen. So auch an der Königsberger Straße im Bereich des Schulzentrums „Auf der Wahr“. 

Schon beim Bau der neuen Bushaltestelle 2013 beklagten Anlieger, dass Verkehrsteilnehmer nicht während des Haltevorgangs hinter den Linienbussen stehen blieben, sondern mangels ausreichenden Platzes auf der Straße einfach den Gehweg nutzten. 

Bürgermeister Jan Nesselrath war es, der nach neueren Beschwerden über die Lage in der Ratssitzung Ende September bekannt gab, dass das Thema nun „Chefsache“ werde. Sein Hinweis dabei: „Man hat es aber nicht nur auf der Wahr mit beratungsresistenten Eltern zu tun.“

Erste Folge der Bemühungen war die Bekanntgabe im Schulausschuss Mitte November, dass die Stadt eine Mitgliedschaft beim Zukunftsnetz Mobilität anstrebe. Nachdem der Rat hierfür die Zustimmung erteilte, ist das zwischenzeitlich geschehen. Details stehen jedoch noch nicht fest.

„Es gab bereits erste Kontakte mit den Fachleuten. Der nun vorgesehene Ablauf, wird der Kommunalpolitik vorgelegt“, sagte Heinz-Gerd Maikranz auf Anfrage der MZ. Beim Zukunftsnetz Mobilität wurde bereits ein Programm mit dem Motto „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ ausgearbeitet. Für Mitgliedskommunen wird eine individuelle Anpassung unter Beteiligung der betroffenen Gruppen – wie Schulleitung, Eltern- und Schülerschaft und weiterer Behörden – angeboten. 

Grundlegendes Ziel ist die Verkehrsvermeidung und das selbstständige Erarbeiten von Möglichkeiten, um zur Schule zu gelangen, und von dort wieder zurück nach Hause. Dazu zählen zum Beispiel sogenannte Elterntaxi-Haltestellen. In zumutbarer Entfernung zur Schule handelt es sich dabei um zentrale Haltepunkte. Sie sollen für Entlastung und mehr Sicherheit auf dem restlichen Schulweg sorgen. Ob und wann solch ein Haltepunkt etwa an der Wahr eingerichtet werden kann, soll in den kommenden Wochen beraten werden, wie es aus der Verwaltung heißt.

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