Der Elodea geht es an die Wurzel

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Nach dem Absenken des Talsperrenpegels um rund vier Meter konnten die Helfer um Hans-Gerd Turck Schlingpflanzen für den Abtransport durch den Bauhof zusammentragen.

Hunswinkel - Samstagmittag war es geschafft – wobei das Ergebnis doch „ergiebiger“ ausfiel, als zunächst erwartet: Rund 20 freiwillige Helfer hatten sich gemeinsam mit Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck an die Arbeit gemacht, um die Uferbereiche der Listertalsperre in Hunswinkel am Badesteg und in Heiligenberg an der Badestelle von der „Wasserpest“ Elodea zu befreien.

Wie in den Jahren zuvor, hatte der Ruhrverband als Talsperrenbetreiber in den vergangenen zwei Wochen den Pegel der Talsperre um rund vier Meter abgesenkt. Die Uferbereiche und damit auch die dort verwurzelten Elodeapflanzen waren somit dem Frost ausgesetzt. Wie stark dieser in den letzten Tagen und Nächten war, konnte man an den mittlerweile großflächig überfrorenen Wasserflächen der Talsperre sehen. Genau dieser strenge Frost führt zum Absterben der Wurzel der Wasserpest und verlangsamt damit ihr Nachwachsen deutlich.

Bereits in den vergangenen Jahren haben sich der Ruhrverband und die Stadt Meinerzhagen sowohl in gemeinsamen Aktionen, aber auch durch Einzelmaßnahmen, um das Problem bemüht. Mit der Elodea überwucherte Uferbereiche, besonders unter dem Wasserspiegel, stellen eine Gefährdung für die Badegäste dar. In den verschlungenen Pflanzensträngen können diese unter Umständen hängen bleiben und sich nur mit fremder Hilfe befreien.

Unter den Helfern, die am Mittag nach getaner Arbeit mit einem warmen Imbiss gestärkt wurden, war auch ein „Tourist“ aus Ferndorf bei Siegen. Der Mitte 70-jährige Mann kommt regelmäßig an die Lister um auszuspannen. Und das im Sommer natürlich auch im Wasser. Genau diese Tatsache war für ihn die Motivation zur Unterstützung am Samstag.

Zwar ist die Elodea-Gefahr durch die geleistete Arbeit nunmehr stark reduziert, ein weiteres Risiko besteht aber bis zum Anstau der Listertalsperre in den nächsten Tagen dennoch. Deshalb weist der Ruhrverband ausdrücklich darauf hin, dass sich durch die Absenkung des Stauspiegels trockengefallene Uferabschnitte gebildet haben, die nicht tragfähig sind und daher auf keinen Fall betreten werden dürfen. Gleiches gelte für die Eisflächen. Insbesondere im Bereich der Zuläufe bestehe Lebensgefahr. Auch ein Abrutschen von den vereisten Uferzonen aus ins Wasser sei nicht auszuschließen.

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