„Kirchenmusikerin aus ganzem Herzen heraus“

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Seit Kurzem hat Elke Bernitt ihre Stelle als Kirchenmusikerin der Evangelischen Gemeinde Meinerzhagen angetreten, mit viel Elan hat sie ebenfalls die Leitung des Kirchenchores übernommen.

Meinerzhagen - Sie ist „ein Wahnsinnsinstrument“, „einfach irre“. Wenn Elke Bernitt von „ihrem“ Instrument spricht, dann klingt Begeisterung mit, wenn sie es spielt, dann tut sie das am liebsten „fröhlich und nicht so leise“.

Der Grund liegt für die neue Kirchenmusikerin der Evangelischen Kirchengemeinde Meinerzhagen auf der Hand: „Sonst kann man die Gemeinde doch gar nicht so gut erreichen.“

„Mit Musik kann man eine Menge ausdrücken“, das steht für die 52-Jährige in etwa so fest wie das „Amen in der Kirche“. Von Musik sei ihr ganzes Leben bestimmt, erzählt sie, und Kirchenmusikerin sei sie „aus ganzem Herzen heraus“. „Das ist einfach meine Musik.“ – Ein Glücksfall für die Gemeinde, deren Gottesdienste sie zukünftig ebenso wie Ben Köster und vertretungsweise auch Alexandra Kusch, musikalisch begleiten wird. Glück aber auch für sie, so empfindet es Elke Bernitt bereits nach wenigen Wochen in der Volmestadt.

Von der Gemeinde sei sie unglaublich nett aufgenommen worden: „Selbst nach nur wenigen Besuchen in der Stadt kenne ich schon viele Leute“, freut sich Bernitt.

Nach 18 Jahren in Baden in der Nähe von Karlsruhe führte der berufliche Weg ihres Mannes nach Lüdenscheid, davor lebte die Musikerin zwölf Jahre an der Ostsee. Das Sauerland kannte sie durch „Aushängeschilder“ wie Winterberg, an der Bigge verbrachte die gebürtige Marburgerin einst eine Klassenfahrt. „Eigentlich ist es hier also Neuland“, schmunzelt sie. Und das gilt es zu entdecken. Die Kinder sind erwachsen – der Sohn machte in diesem Jahr Abitur, die 21-jährige Tochter studiert Querflöte in Kopenhagen, „da orientieren wir uns auch in familiärer Hinsicht ganz neu“, beschreibt Elke Bernitt den neuen Lebensabschnitt. Lesen, Sticken, Spaziergänge mit dem Hund und Dänisch lernen – langweilig wird es für Elke Bernitt bei diesen Hobbys sicherlich nicht. Und schließlich bestimmt seit jeher die Musik einen großen Teil ihres Lebens.

Die Neu-Lüdenscheiderin studierte Kirchenmusik und absolvierte die B-Prüfung.

Mit Musik sei sie groß geworden, erzählt Elke Bernitt, und Kirche habe ebenfalls immer eine große Rolle in ihrer Familie gespielt. Der musikalische Weg vom Klavier zur Orgel war da naheliegend. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, an der Orgel sitzen zu dürfen und Gottesdienste mitgestalten zu können.“ Eigentlich seit sie denken könne, sei sie als Organistin und Chorleiterin tätig, auch weltliche Chöre habe sie geleitet. Durch die Gemeinden war es immer relativ leicht, Anschluss zu finden. „Da hat man sich schnell gut aufgehoben gefühlt.“ Dass dies auch in Meinerzhagen der Fall sein wird, davon ist Elke Bernitt überzeugt – „auch wenn ich nicht direkt am Ort wohne“.

Viel Freude habe sie als neue Leiterin des Kirchenchores bereits während der ersten Chorproben gehabt. „Im Chor sind alle sehr, sehr nett“, attestiert sie. Ein Lob, das der Vorsitzende Helwig Bröckelmann gerne zurückgibt: „Sie hat sehr viel Schwung mitgebracht.“ Dazu passt Elke Bernitts Credo: Es sei wichtig, Chöre gut zu motivieren. „Wenn man miesepetrig dasteht, überträgt sich das doch auf alle anderen.“

Die Freude, die Elke Bernitt mit der Musik verbindet, hinterließ am Mittwoch auch beim Gottesdienst Eindruck. Dass jeder Organist seine persönliche Note habe, sei ihm besonders bei einem Lied deutlich geworden, sagte Pfarrer Dirk Gogarn später. „Das Stück ‘Nun jauchzet dem Herrn alle Welt’ habe ich vorher noch nie so schwungvoll gehört.“

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