EKD-Ratsvorsitzender kommt nach Meinerzhagen

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EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider predigt am Donnerstag in der Jesus-Christus-Kirche.

MEINERZHAGEN ▪ Der Vorsitzende des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, kommt nach Meinerzhagen. Der höchste Repräsentant der evangelischen Christen im Land wird – gemeinsam mit Präses Alfred Buß von der evangelischen Kirche Westfalen – am Donnerstag ab 16.30 Uhr einen Gottesdienst in der Jesus-Christus-Kirche feiern. Zuvor, um 15 Uhr, wird sich Schneider im Ratssaal in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Anlass des Besuches ist das „Jahr der Taufe“, das 2011 in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen „ausgerufen“ wird. Dass die Wahl für den „Eröffnungsgottesdienst“ in diesem Zusammenhang auf Meinerzhagen fiel, ist kein Zufall: „In der Jesus-Christus-Kirche steht einer der ältesten Taufsteine des Landes. Und schließlich muss man solche besonderen Gottesdienste nicht immer nur in Metropolen feiern“, erläuterte Andreas Duderstedt, Pressesprecher des Landeskirchenamtes, auf MZ-Anfrage.

Mit Nikolaus Schneider kommt ein Mann in die Volmestadt, der noch nicht lange an der Spitze der evangelischen Kirche steht. Er ist seit November 2010 Nachfolger von Margot Käßmann, die von ihren kirchlichen Führungsämtern nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss im Februar zurücktrat. Nikolaus Schneider ist Vorsitzender des Rates der EKD und Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Geboren wurde er 1947. Schneider ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Sein Wohnort ist Düsseldorf. Die Ordination von Nikolaus Schneider fand 1976 statt. Von 1976 bis 1977 war er Pastor im Hilfsdienst, von 1977 bis 1984 Gemeindepfarrer in Duisburg-Rheinhausen. Von 1984 bis 1991 wirkte er als Diakoniepfarrer in Moers, von 1991 bis 1997 als Gemeindepfarrer ebenfalls in Moers. Superintendent des Kirchenkreises Moers war Schneider von 1987 bis 1997. Ab 1997 war er Vizepräses der evangelischen Kirche im Rheinland und seit 2003 ist er Präses der evangelischen Kirche im Rheinland.

Nikolaus Schneider ist höchster Repräsentant von etwa 25 Millionen evangelischen Christen. Von der Synode der EKD wurde er mit 135 von 144 Stimmen in sein neues Amt gewählt.

Alfred Buß, der am Donnerstag ebenfalls mit nach Meinerzhagen kommen wird, ist in der Volmestadt ein guter Bekannter. Er wird in der Jesus-Christus-Kirche die Liturgie halten. Ende November 2009 war er zu Gast im evangelischen Gymnasium, einer von insgesamt sieben Schulen in landeskirchlicher Trägerschaft. ▪ beil

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