Straße Auf der Leye wird saniert

Mehr als 70 interessierte Anlieger waren in die Bürgerinformation gekommen. Neben der Darstellung der Planung gab Es dort auch eine ausgiebige Diskussion. - Fotos: Helmecke

Meinerzhagen - „Volles Haus“ herrschte am Mittwochabend im Ratssaal, als Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck im Rahmen eines Bürgerinformationsabends mehr als 70 betroffene Anwohner der Straße Auf der Leye begrüßen konnte. Im Mittelpunkt standen dabei die geplanten Baumaßnahmen beziehungsweise die Sanierung der Straße.

Hauptsächlich das Alter ist bei der Fahrbahnfläche der Straße Auf der Leye der Sanierungsgrund, der selbst für den Laien auf den ersten Blick vor Ort erkennbar ist. Beim in der Straße liegenden Kanal, auch er ist wie die Fahrbahn gut 60 Jahre alt, kommen zusätzlich notwendige „hydraulische Anpassungen“ hinzu. „Wir haben in den letzten Jahren deutlich mehr Starkregenereignisse und denen wollen wir vorbeugend entgetreten“, so Tischbiereck.

Christian Kitta vom beauftragten Planungsbüro HPC übernahm nach den grundlegenden Erklärungen des Fachbereichsleiters die Vorstellung der technischen Details. Ein wichtiger Aspekt dabei: An der Fahrbahnbreite und der Gestaltung mit beidseitigen Gehwegen soll sich auf der etwa 550 Meter langen Ausbaustrecke nichts ändern. Bei den vorhandenen Haltestellen für den ÖPNV allerdings doch. Hier kommt es zu kleineren „Verschiebungen“. Der Grund hierfür ist, dass für die geplanten Buskapsteine eine gerade Frontlinie benötigt wird. Aus der Versammlung kam hierzu die direkte Bitte, die Frage zu klären, ob überhaupt weiterhin vier Haltestellen notwendig seien. „Wir werden mit der MVG darüber sprechen“, versicherte Jürgen Tischbiereck. Weiteren Gesprächsbedarf sahen viele Anwohner in punkto Parkraumnot. Zahlreiche Lösungsansätze gab es dazu aus den Reihen der Anlieger, wovon einige allerdings recht schnell in den Hintergrund rückten, als die Problematik der dadurch steigenden Kosten klar wurde. Denn dies würde auch höhere Beiträge für die Anlieger bedeuten.

Ob und wie man Verbesserungen vornehmen kann, wollen die Fachleute im Rathaus – auch unter Einbeziehung des „Anliegers“ MBG – überlegen.

Geschätzt 1,47 Millionen Euro kostet die Gesamtmaßnahme, mit der man im zweiten Quartal 2017 beginnen und nach gut elf Monaten fertig sein möchte. Neben den üblichen Einschränkungen während der Baumaßnahme kommt für die Nutzer der MVG noch die Verlegung der Buslinie auf die Dränkerkampstraße hinzu.

Nach Abschluss der Arbeiten und der Ausfertigung der Schlussrechnung, erfolgt – wie bei KAG-Maßnahmen vorgeschrieben – die Erstellung der Beitragsbescheide. Darüber und über die weiteren Details der Berechnungen informierte Nicole Simon von der Stadt die Anwesenden. Dass die Bescheide nicht vor dem dritten Quartal 2018 rausgehen werden, sondern sogar eher später, erfuhren die Anlieger ebenfalls. Und natürlich auch den geschätzten Betrag für den Quadratmeter Veranlagungsfläche. Dieser wird nach derzeitigem Stand zwischen 7 und 8 Euro liegen.

Nach einer ausgiebigen und in weiten Teilen sachlichen Diskussion, nahmen an deren Ende gerne noch einige Besucher die Gelegenheit war, sich über einen persönlichen Termin zum Beitragsthema mit Nicole Simon abzustimmen, um dann noch konkretere Infos über ihren „Einzelfall“ zu erhalten.

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