Freibad-Oststraße: Verstärkung dringend gesucht

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Für das Freibad an der Oststraße wird eine Fachkraft gesucht.

Meinerzhagen - Das Problem ist nicht neu: Weil Fachkräfte für den Bäderbetrieb nur schwer zu bekommen sind, mussten die Öffnungszeiten im Freibad an der Oststraße bereits im vergangenen Jahr eingeschränkt werden. Das könnte 2020 wieder nötig werden.

Denn: Armin Langemann, Meister für Bäderbetriebe, geht zum 1. Juli in den Ruhestand. 

Dann bleiben noch zwei Fachkräfte für die Aufsicht am Beckenrand und die Betreuung der komplexen Technik übrig: die Meisterin für Bäderbetriebe Sabine Langemann und der während der vergangenen Saison eingestellte Fachangestellte für Bäderbetriebe Jens Tront. Um durchgehende Öffnungszeiten zu gewährleisten, ist das zu wenig. Und deshalb reagierte die Stadt als Arbeitgeber: Im Rathaus sucht man einen neuen Mitarbeiter für das Bad an der Oststraße mit der entsprechenden Qualifikation. Zusätzlich soll noch ein Azubi eingestellt werden. 

Ein Blick auf die Homepage der Stadt macht deutlich, wie sehr sich die Verantwortlichen im Rathaus Verstärkungen für das Bad an der Oststraße wünschen: Gesucht werden zum 1. April 2020 ein Meister/Fachangestellter für Bäderbetriebe und zum 1. August ein Auszubildender für den Beruf „Fachangestellter für Bäderbetriebe“. Sollte sich auf die Meisterstelle niemand bewerben – die Unterlagen müssen bis zum 3. Februar eingereicht werden –, müssten die Öffnungszeiten wohl wieder eingeschränkt werden. „Im vergangenen Jahr ist es – auch durch Krankheit bedingt – zu Einschränkungen gekommen“, berichtet Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz. Er hofft jetzt, dass sich doch noch geeignetes Personal für die neue Saison finden lässt. Die bisherige Resonanz auf die Ausschreibungen sei allerdings „sehr mager“ gewesen, berichtet er. 

Wie seit vielen Jahren standen auch 2019 an der Oststraße mit Sabine und Armin Langemann zwei erfahrene Meister für Bäderbetriebe zur Verfügung, hinzu gesellte sich laut Heinz-Gerd Maikranz im vergangenen Jahr mit Jens Tront ein Fachangestellter für Bäderbetriebe. Drei Fachkräfte, so Maikranz, seien auch mindestens nötig, um den uneingeschränkten Betrieb aufrechterhalten zu können. Denn neben der Aufsicht am Beckenrand muss die aufwendige Technik betreut werden – auch das eine Aufgabe der Fachkräfte. Zusätzlich versehen Rettungsschwimmer bei Bedarf ihren Dienst im Bad an der Oststraße. „Wir haben einen Pool, aus dem wir diese Kräfte einsetzen können. Dennoch sind uns weitere Rettungskräfte willkommen“, sagt Maikranz. 

Was es für Folgen haben kann, wenn nicht immer genügend Fachpersonal vorgehalten werden kann, zeigte sich im vergangenen Jahr: 2019 war das Bad an der Oststraße vom Saisonbeginn am 24. Mai von montags bis freitags nicht mehr durchgehend geöffnet. Stattdessen konnte die Anlage in dieser Zeit nur noch von 7.30 bis 10 Uhr und von 14 bis 19 Uhr besucht werden. Samstags, sonntags und an Feiertagen war das von 10 bis 19 Uhr möglich. Die Reduzierung der Öffnungsstunden sei 2019 auch nötig geworden, um die Ruhezeiten der Angestellten gewährleisten zu können, heißt es. 

Der Betrieb im Valberter Freibad war 2019 übrigens nicht von einer Reduzierung der Öffnungsstunden betroffen. Und auch für die bevorstehende Saison ist man im Rathaus optimistisch, was die Personaldecke in der Einrichtung im Ebbedorf angeht. „Die Fachangestellten für Bäderbetriebe Carina Dittmer und Julia Pauls, die wir selbst ausgebildet haben, stehen zur Verfügung“, erläutert Maikranz.

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