Einkommens-Statistik: Meinerzhagener „reich“

Die Meinerzhagener haben im Durchschnitt mehr Geld zur Verfügung, als Bürger vieler anderer Städte.

MEINERZHAGEN/KIERSPE ▪ Meinerzhagen ist „reich“.

Im Jahr 2008 betrug das durchschnittliche Einkommen, das jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechnerisch zur Verfügung hatte, 19 837 Euro. Wie „Information und Technik als Statistisches Landesamt“ mitteilt, waren dies im Vergleich zu 2007 nominal 572 Euro mehr. Meinerzhagen schneidet bei diesem Vergleich landesweit besonders gut ab: Mit einem statisch ermittelten durchschnittlichen Einkommen von 32 587 Euro je Einwohner rangiert die Volmestadt auf dem fünften Platz.

Ganz anders die Situation in der Nachbarstadt Kierspe: Hier ermittelten die Statistiker einen Durchschnittswert von 19 039 Euro, was Platz 229 bedeutet. Der Durchschnittswert bezogen auf den Märkischen Kreis liegt nach Angaben des Landesamtes bei 23 443 Euro.

Den Bewohnern der Stadt Attendorn im Kreis Olpe stand mit 48 814 Euro rein rechnerisch das höchste Einkommen in NRW zur Verfügung, gefolgt von Schalksmühle im Märkischen Kreis (42 045 Euro) und Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis (33 338 Euro). Das geringste Einkommen stand den Einwohnern von Selfkant im Kreis Heinsberg (14 172 Euro) und Kranenburg im Kreis Kleve (14 320 Euro) zur Verfügung.

Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen 2008 in Nordrhein-Westfalen auf rund 356,4 Milliarden Euro. Mit 191,9 Milliarden Euro entfielen davon über die Hälfte (53,8 Prozent) auf die Regierungsbezirke Düsseldorf (105,2 Milliarden Euro) und Köln (86,7 Milliarden Euro). Für die beiden Städte Köln (20,1 Milliarden Euro) und Düsseldorf (13,1 Milliarden Euro) ermittelten die Statistiker die höchsten Einkommenssummen im Lande. Damit verfügte jede(r) Einwohner(in) Kölns statistisch gesehen über 20 209 Euro; in der Landeshauptstadt lag dieser Wert bei durchschnittlich 22 553 Euro.

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommenssumme (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen), die den privaten Haushalten nach der sogenannten Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht. Unterschiede des Einkommens auf Gemeindeebene erklären sich überwiegend durch die unterschiedlichen Gewichte der drei Einkommensarten „empfangenes Arbeitsnehmerentgelt“, „unternehmerische Tätigkeit“ (Betriebsüberschuss/Selbstständigeneinkommen) und „Vermögenseinkommen am Primäreinkommen“. Das verfügbare Einkommen ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in der jeweiligen Gemeinde zu verstehen und ermöglicht mittelbar Aussagen zur lokalen Kaufkraft, wobei die regionale Preisentwicklung jedoch unberücksichtigt bleibt. ▪ -fe

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