Mit einem Surren an der Volme entlang

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Für die 24 Teilnehmer der E-Bike-Tour ging es unter anderem an der Heesfelder Mühle in Halver vorbei. Die Hobbyradler kamen dabei nicht nur aus dem Märkischen Kreis, sondern teilweise auch aus Radevormwald oder Breckerfeld. Insgesamt legte die Gruppe eine Strecke von etwa 32 Kilometern zurück.

Volmetal - Zwischen Schalksmühle und Meinerzhagen schlängelte sich die Volme am Samstagnachmittag wie eh und je durch das eigene Tal. Ihr gewohntes Rauschen begleitete an diesem Tag ein leichtes, sich stetig flussaufwärts bewegendes Surren. Urheber war indes kein Vogelschwarm, der sich im Spätsommer gen Sonne orientierte.

Es waren 24 schuhgroße Elektromotoren, die ebenso viele Beinpaare die Volme entlang trugen – im Rahmen des Kreisheimattages hatte der Heimatverein Halver zu einer E-Bike-Tour geladen.

Mit teils eigenen, teils gesponserten Fahrrädern machten sich die Hobbyradler unter Leitung von Reinhard Neuhaus in Halver auf ihren Weg. Kurz nach dem Start das erste Kuriosum: Jürgen Schreiber, seines Zeichens ebenfalls „E-Bike-Spender“ und Inhaber eines Fahrradgeschäftes in Radevormwald, holte sich einen Platten. „Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“, scherzte Halvers Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, der die Gruppe mit seinem Mountainbike bis Schalksmühle begleitete.

An der Heesfelder Mühle, dem ersten kulturellen Stopp der Tour, gab Gabriele Brunsmeier einen geschichtlichen Exkurs über die dortige Dorfschule. Der Verein der Heesfelder Mühle feiert am kommenden Wochenende, 6. und 7. September, überdies sein 25-jähriges Jubiläum. Weiter ging es nach Schalksmühle und über die kurvenreiche Volmestraße Richtung Kierspe. Die Beine der Teilnehmer waren auf gefühlt der Hälfte der Strecke noch lange nicht schwer – dank des Elektromotors am Rahmen ihrer Räder. Dieser unterstützte die Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde, so dass niemand an seine körperlichen Grenzen gehen musste. „Auf meiner Fitness-Skala von eins bis zehn bin ich noch bei der neun. Mit einem normalen Fahrrad aber wäre ich wohl eher bei der sieben“, sagte beispielsweise der 65-jährige Heinz Spey aus Halver.

Bilder vom Kreisheimattag

Kreisheimattag 2014 "Oben an der Volme"

Einen zweiten historischen Schwenk unternahm die Gruppe am Schleiper Hammer in Kierspe. Dort erklärte Peter Heins vom Heimatverein Kierspe die Bedeutung der Schmiedekunst für die Region, inklusive kurzer Einführung an einem der berüchtigten Hämmer. Hier durfte sich dann Jürgen Schreiber betätigen, der nach dem Platten die Tour in seinem Transporter weiterfuhr. Endstation nach gut 32 Kilometern Fahrt war die Meinerzhagener Villa im Park. Diese soll nach einer Sanierung zukünftig als sozio-kulturelles Zentrum für Lesungen, Konzerte und Kleinkunst dienen, so Martin Witsche von der Kulturgemeinde Meinerzhagen.

Bei ihm bedankte sich Reinhard Neuhaus per Handschlag und war abschließend voller Optimismus, solch eine Tour ein weiteres Mal anzubieten: „Ich bin zufrieden und glücklich, dass trotz der großen Gruppe auf den viel befahrenen Straßen nichts passiert ist. Von daher soll so eine Fahrt noch einmal auf die Beine gestellt werden.“ Dieser Ansicht war auch das Gros der Teilnehmer auf der Rückfahrt nach Halver. Das Surren der E-Motoren war da aber nicht mehr zu hören - zurück ging es mit dem Bus. - Von Carsten Rose

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