Ein Siegel für den Weltladen

Ulrike Gansert vom Weltladen freut sich über die Zertifizierung.

Meinerzhagen - Neben Nützlichem, Geschenken für den Gabentisch, Wein und vielen anderen Leckereien stehen im Eine-Welt-Laden „Zu alten Post“ zurzeit auch Schoko-Weihnachtsmänner, Pfeffernüsse und Nougat-Herzen in den Regalen.

Von Jürgen Beil

Mitte November eigentlich nicht Außergewöhnliches – wären da nicht die Inhaltsstoffe: Zucker aus Mauritius und Honig aus Mexiko und Guatemala beispielsweise. Und das alles wird in dem kleinen Geschäft fair gehandelt, das heißt, die Erzeuger können von Anbau und Herstellung leben.

Die Zahlung fairer Preise, der Ausschluss von Kinder- oder Zwangsarbeit, Gleichberechtigung, Vereinigungsfreiheit, aber auch Weiterbildung, Förderung individueller Fähigkeiten und Umweltschutz sind Kriterien für die Anerkennung als Fachgeschäft für fairen Handel. Der Weltladen in der Meinerzhagener Fußgängerzone erfüllt diese Kriterien.

„Wir sind nun ein nach weltweiten Standards anerkanntes Fachgeschäft für fairen Handel“, freut sich Anke Posselt vom Weltladen-Team über die Zertifizierung. Das Siegel wurde von der World Fair Trade Organisation (WFTO) vergeben. Diverse Anforderungen des internationalen Verbandes müssen erfüllt werden. Ziel ist es, die soziale Situation benachteiligter Produzenten zu verbessern, die Zusammenarbeit von Organisationen des fairen Handels zu fördern und sich für mehr Gerechtigkeit im Welthandel einzusetzen. Das WFTO-Siegel kennzeichnet Organisationen, die ausschließlich fair gehandelte Produkte vertreiben. „Das“, so Anke Posselt, vom Leitungsteam des Weltladens, „soll zeigen, dass unser Kerngebiet der faire Handel ist. Das Siegel ist auch eine Abgrenzung von kommerziellen oder anderen Fair-Handels-Unternehmen.“ Dabei gehe es nicht darum, mit fair gehandelten Produkten möglichst große Gewinnspannen zu erzielen, sondern auch darum, die Wege vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt stets nachvollziehen zu können.

Gertrud Brockmann vom Leitungsteam des Weltladens sieht das Siegel zudem als Unterstützung bei den Bemühungen, fairen Handel in Meinerzhagen bekannter zu machen: „Wir verkaufen nicht nur schöne Waren, wir informieren auch über die Herstellungsbedingungen.“

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