Eine kleine Anerkennung für ehrenamtliches Engagement

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18 ehrenamtliche Mitarbeiter konnten am gestrigen Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde als Anerkennung ihres Engagements die Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalens entgegennehmen. Weitere werden postalisch zugestellt werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ 24 Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen, Einrichtungen und Vereinen engagieren, wurden in Anerkennung ihres Einsatzes jetzt mit der Ehrenamtskarte NRW ausgezeichnet.

Zwei von ihnen, die Awo-Mitarbeiterinnen Doris Funke und Gertrud Turck, waren bereits im Februar auf Einladung des Märkischen Kreises nach Iserlohn gefahren, zur feierlichen Übergabe durch den Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, sowie Landrat Thomas Gemke. Doch die meisten erhielten ihre Ehrenamtskarten am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Saal der Stadtwerke. Bürgermeister Erhard Pierlings überreichte das handliche „Dankeschön“ im Beisein des Dezernenten Hans-Erich Schmidt, der Sozialamtsleiterin Silvia Markus und ihrer Mitarbeiterin Natascha Mandera. Ehrenamtliche Tätigkeit, betonte Pierlings, habe es schon lange vor der Förderung durch den Staat gegeben. Sie entspringe in der Regel einer persönlichen Motivation. Entweder einer christlichen Denkungsart im Sinne von Nächstenliebe oder dem Bedürfnis, etwas für andere und damit auch für sich selbst zu tun, völlig losgelöst vom Streben nach Gewinn oder Vorteilen. Auch wenn mit der Ehrenamtskarte das Engagement jetzt mehr ins allgemeine Bewusstsein gerückt werde, blühe die ehrenamtliche Tätigkeit schon lange im Verborgenen: „Viele werden die Vergünstigungen, die ihnen diese Karte gewährt, nicht einmal nutzen.“

Herbe Kritik gab es aus den Reihen der Geehrten, dass Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes de facto von der Auszeichnung ausgeschlossen werden (MZ von heute). Auch Bürgermeister Pierlings bedauerte, dass das Regelwerk zur Verleihung der Ehrenamtskarte eine ganze Gruppe ausschließe. Die Antwort des Ministers zur UWG-Anfrage überzeuge nicht. „Doch die Stadt steht voll hinter der Freiwilligen Feuerwehr und den anderen ehrenamtlich Tätigen“, sagte der Bürgermeister und forderte gleichzeitig die Anwesenden auf, sich die Freude an der wohlverdienten Auszeichnung nicht schmälern zu lassen. „Sie ist eine Bestätigung für Ihr Engagement. Danke, für das, was Sie tun.“

Unter den 31 Kreisen Nordrhein-Westfalens ist der Märkischen Kreis einer von dreien, die sich komplett an der Einführung der Ehrenamtskarte beteiligt hatten. Landesweit erhielten 6000 ehrenamtlich Engagierte aus 70 Städten die Karte. Fast 1000 Vergünstigungen werden ihnen landesweit von Einrichtungen und Unternehmen, die das Projekt unter dem Motto „Ehrensache“ unterstützen, eingeräumt. Das sind Museen, Bibliotheken, Theater, Schwimmbäder, Volkshochschulen, und Parks genauso wie Einzelhändler, Apotheken, Kinos, Sportstätten und Hotels. Eine aktuelle Übersicht gibt es im Internet unter http://www.ehrensache.nrw.de.

In Meinerzhagen wurden persönlich ausgezeichnet: Aus dem VdK-Sozialverband Waltraud Blumenrath, dem Awo-Ortsverein Bärbel Buchwald, Hannelore Engel, Maria Frambach, Natalie Glörfeld, Reinhard Oelschläger, Helga Pierlings, Rolf Puschkarsky, Gudrun Sablotny, Elisabeth Schumacher, Natalie Uhlir. Aus dem Sozialen Bürgerzentrum „Mittendrin“ Hermann-Josef Lobner, Martina Mahrle, Ursula Schulte, Esther Wülfrath. Vom RSV Meinerzhagen Winfried Hösel. Von der evangelischen Kirchengemeinde Gerhild Tepel und Bärbel Winterhoff.

Per Post werden die Ehrenamtskarten in den nächsten Tagen zugestellt an: Ingrid Bußmann, Anita Schmidt, Hartmut Stumpe, Monika Wien, alle aus dem Awo-Ortsverein. ▪ luka

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