Ehrungen und Abschied beim Löschzug Haustadt

„Seppi, Du bist Feuerwehr!“

Ehrungen bei der Feuerwehr Haustadt
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Christian Bösinghaus (links) und Marc Schulte (rechts) ehrten bzw. verabschiedeten Manuel Turck (Dritter von links), Steffen Alschner (Fünfter von links) und Matthias Pätzold (Sechster von links).

Lange mussten der Löschzug Haustadt und die drei Hauptprotagonisten auf diesen Tag warten – die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen im Dienstbetrieb ließen derartige Veranstaltungen seit mehr als einem Jahr nicht zu.

Haustadt - Umso größer war bei allen Beteiligten die Freude, mit Matthias Pätzold, Manuel Turck und Steffen „Seppi“ Alschner drei verdiente Kameraden in den Mittelpunkt rücken zu können. Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus richtete das Wort mit einem Zitat von Altbundespräsident Richard von Weizäcker an die Hauptpersonen des Tages: „Die Feuerwehren sind die frühesten, lebendigsten und mutigsten Bürgerinitiativen, die es gibt.“ Und weiter: „Wir haben es bei der Feuerwehr heute mit einem hochleistungsfähigen, hervorragend ausgebildeten Verband zu tun, dessen Einsätze zum Brandschutz, zum Rettungswesen und bei der Katastrophenhilfe höchste Achtung verdient.“ Bösinghaus schloss an, dass es genau Menschen wie Matthias Pätzold, Manuel Turck und Steffen Alschner seien, die diese Worte mit Leben füllen. „Dies in besonderem Maße deshalb, da alle Drei im Laufe ihrer Dienstzeit Führungsverantwortung in der Feuerwehr übernahmen.“

Brandmeister Matthias Pätzold fungiert nunmehr seit mehr als zwei Jahren als Gruppenführer im Löschzug Haustadt und konnte nun seine Beförderungsurkunde zum Oberbrandmeister in Empfang nehmen.

Karriere begann Manuel Turck als 12-Jähriger

Hauptbrandmeister Manuel Turck hingegen konnte für seine 25-jährige Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet werden. Seine Karriere bei der Feuerwehr begann er als 12-Jähriger in der Jugendfeuerwehr, ehe er 2000 dann in den damals noch jungen Löschzug Haustadt wechselte, in welchem er zu einer tragenden Säule heranwuchs und es im Jahr 2014 seinem Vater gleich tat, indem er die stellvertretende Leitung der Einheit übernahm. „Diese Position hatte er für sechs Jahre inne, und überzeugte in dieser Zeit mit Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit.“

Abschied für Steffen „Seppi“ Alschner

Es folgte der letzte und für alle wohl schwermütigste Teil der Veranstaltung: der Wechsel von Hauptbrandmeister Steffen „Seppi“ Alschner nach 40 Jahren Dienstzeit in die Ehrenabteilung der Feuerwehr Meinerzhagen. Stadtbrandinspektor Bösinghaus stellte sich in Anbetracht einer derart langen Verbundenheit zur Feuerwehr die Frage, was denn „die Feuerwehr“ eigentlich so ausmache. Er beschrieb dies so: „Feuerwehr, das ist für andere über Jahre und Jahrzehnte da zu sein. Oft genug zum eigenen Nachteil. Beständigkeit und Bodenständigkeit. Das Bewahren von Brauchtum und Tradition, ohne aber starrsinnig an altem festhalten zu wollen und sich Neuem zu verschließen. Kameradschaft und die Bereitschaft, Gefahren auch für den eigenen Leib einzugehen, um anderen zu helfen.“

Nach dieser Definition stellte der Wehrleiter fest: „Seppi – all das ist für mich Feuerwehr. Seppi – Du bist für mich Feuerwehr!“ Er untermauerte diese Aussage mit Alschners Lebenslauf, der sich in den 40 Jahren seiner aktiven Dienstzeit weit über das normale Maß hinaus engagierte und verschiedenste zusätzliche Aufgaben übernahm, wie beispielsweise die Funktion des stellvertretenden Einheitsführers der damaligen Löschgruppe Hunswinkel. „Beim Zusammenschluss der Einheiten Hunswinkel und Püthof zum Löschzug Haustadt im Jahr 2000 war Steffen Alschner einer der Garanten, dass die neue Einheit schnell zu einer schlagkräftigen Truppe zusammenwuchs.“ Leider aber stehe der engagierte Hunswinkler aber auch als Beispiel für die Gefahren, die der Dienst am nächsten in der Feuerwehren mit sich bringe. So erlitt er bei einem überörtlichen Brandeinsatz in Schreibershof im Jahre 1998 einen schweren Unfall, an dessen Folgen er trotz mehrfacher langwieriger Behandlungen bis heute leidet. Der Leiter der Feuerwehr wünschte ihm deshalb für seinen weiteren Weg vor allem Gesundheit – und verlas ihm anschließend seine Überstellungsurkunde von der Einsatz- in Ehrenabteilung.

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