Ein Plädoyer für das Ehrenamt

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Natascha Mandera von der Stadt ist Ansprechpartnerin in Sachen „Ehrenamt“ ▪

MEINERZHAGEN ▪ Der Gedanke ist ebenso einfach wie logisch: Viele Angebote in der Stadt würde es ohne ehrenamliche Mitarbeiter nicht geben.

Andererseits suchen sicherlich eine Menge Bürger eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, bei der sie sich auch noch für das „Allgemeinwohl“ einsetzen können. Beide Interessenlagen zusammenzubringen, das ist eine sinnvolle Aufgabe. Und genau hier setzt die städtische Ehrenamtsbörse ein.

Natascha Mandera und Silvia Markus vom Fachbereich Soziales der Stadt Meinerzhagen betreuen das Angebot, das auf der Homepage der Stadt unter der Adresse http://www.meinerzhagen.de abrufbar ist. Online können hier Interessenten ihre Dienste anbieten und gemeinnützige Institutionen nach Hilfskräften suchen oder selbst um Ehrenamtliche werben. Doch leider wird dieser Service nicht in dem Maße genutzt, wie es wünschenswert wäre. Genau deshalb hatten Mandera und Markus am Freitag ins Rathaus eingeladen, um noch einmal für das Angebot zu werben.

Die beiden städtischen Angestellten haben dabei auch gute Argumente. Denn: Wer mindestens fünf Stunden wöchentlich oder 250 Stunden über das Jahr verteilt ehrenamtlich arbeitet, erwirbt dadurch die Berechtigung, eine Ehrenamtskarte beantragen zu dürfen. Die wiederum gewährt landesweit und natürlich auch in Meinerzhagen große Vorteile. So entfällt für die Inhaber beispielsweise die Ausleihgebühr in der hiesigen Stadtbücherei, die Kulturgemeinde gewährt ermäßigten Eintritt zu ihren Veranstaltungen und die Kosten für den Besuch der beiden Freibäder halbieren sich – was auch für Saison- oder Zehnerkarten gilt. Und in der VHS Volmetal können mit Ehrenamtskarte 25 Prozent von der jeweiligen Kursgebühr abgezogen werden.

Silvia Markus und Natascha Mandera wünschen sich deshalb, dass möglichst viele Meinerzhagener in den Genuss der Vorteile kommen und sich damit gleichzeitig für ein Ehrenamt entscheiden. Was es in Meinerzhagen für Angebote gibt, weiß Natascha Mandera. Unter der Rufnummer 77-152 berät sie Interessenten gerne und zeigt Möglichkeiten auf, sich zu engagieren. Ob soziales Bürgerzentrum Mittendrin, Arbeiterwohlfahrt oder Essen auf Rädern – die „Angebotspalette“ ist groß. Zwar wenden sich viele Interessenten auch direkt an die Einrichtungen, wer sich aber noch nicht entschieden hat, findet im Rathaus kompetente Ansprechpartner, die wissen, wo gerade ehrenamtliche Mitarbeiter fehlen.

Die Homepage der Stadt wird außerdem in Sachen „Ehrenamtsbörse“ zurzeit überarbeitet. Anfang März, so die Planungen, soll sich das Angebot aktueller und ansprechender präsentieren. Im Bürgerbüro und in der Rentenstelle liegen außerdem Flyer aus, die der Stadtmarketingverein zum Thema „Projekt Ruhestand“ herausgegeben hat und in denen Möglichkeiten der sinnvollen Freizeitbeschäftigung aufgezeigt werden. Im Bürgerbüro gibt es außerdem Broschüren über die Ehrenamtskarte, die vor etwa drei Jahren eingeführt wurde. ▪ beil

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