876 Ehrenamts-Karten

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Im sozialen Bürgerzentrum „Mittendrin“ wurden ebenfalls Ehrenamtskarten für Mitarbeiter beantragt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Es gibt sie seit dem 3. November 2008: Die NRW-Ehrenamtskarte. Zum landesweiten Start der Aktion betonte der damalige Generationenminister Armin Laschet bei seinen Besuchen in den „Starter-Städten“ Gronau und Rheine: „ Wir drücken mit der Karte unsere Wertschätzung für das mit hohem persönlichem Einsatz verbundene Ehrenamt aus“.

Eine Bewertung, die auch von seiner Nachfolgerin, Landesfamilienministerin Ute Schäfer, ebenso eingeschätzt wird. Auch sie steht hinter dem gemeinsamen Projekt von Land, Kreisen und Städten in NRW.

Neben der symbolischen Bedeutung der goldglänzenden Karte erhalten deren Inhaber in ganz NRW bei den verschiedensten Einrichtungen, Organisationen, privaten Unternehmen, Dienstleistern und Behörden Vergünstigungen.

Mittlerweile beteiligen sich 121 Kommunen und Kreise (etwa 30 Prozent aller Städte in NRW) am Projekt und bereits 12 652 Bürgerinnen und Bürger sind in NRW Besitzer der Ehrenamtskarte. Der Märkische Kreis führte mit seinen 15 Städten und Gemeinden als zweiter Kreis in Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar 2010 die Ehrenamtskarte NRW ein. 876 Märker waren Anfang Juli „Karteninhaber“, davon stammen 34 aus Meinerzhagen und 20 aus Kierspe. „Der Kreis ist mit dem Ergebnis zufrieden“, so Kreispressesprecher Hendrik Klein.

Auch wenn in Meinerzhagen nach einem „Antragsboom“ im Jahr 2010 (hier gab es 33 Anträge) die Nachfrage 2011 auf lediglich einen Antrag zurückgegangen ist, bewertet Silvia Markus von der Stadt Meinerzhagen die Aktion positiv: „Wir sind zufrieden und gehen davon aus, dass im Laufe der Zeit noch mehr Anträge für die Ehrenamtskarte gestellt werden“.

Unter den Karteninhabern aus Meinerzhagen sind auch Ehrenamtler, die sich im Bürgerzentrum Mittendrin engagieren. „Wir haben im Jahr 2010 rund 20 Personen, welche die Kriterien erfüllen, gemeldet“, berichtet Rolf Puschkarsky, Vorsitzender der heimischen Awo. „Ich gehe davon aus, dass für die Betroffenen die Symbolkraft der Ehrenamtskarte als Anerkennung für ihre Arbeit weitaus wichtiger ist, als die möglichen Vergünstigungen“, so Puschkarsky. Dabei weist er darauf hin, dass die meisten Organisationen in der Vergangenheit schon immer versucht haben, ihren Helfern auf vielfältigste Art und Weise zu danken.

Die Palette der Vergünstigungen für Ehrenamtskarteninhaber ist breit gefächert. Sie reicht in Meinerzhagen beispielsweise von der kostenlosen Büchereibenutzung über ermäßigte Beiträge für die öffentlichen Bäder bis zum 25-prozentigen Nachlass bei VHS-Kursgebühren. Im Detail sind die Informationen hierüber und ebenso über die Voraussetzungen für die Vergabe der Karte auf der Homepage der Stadt und auf http://www.ehrensache.nrw.de nachzulesen.

An rund 1500 Anlaufstellen in NRW sind nach dem Stand von Juli 2011 für die Karteninhaber Vergünstigungen zu erhalten. Ob und mit welcher Intensität die angebotenen Vergünstigungen genutzt werden, ist derzeit nicht exakt belegbar, da entsprechende Statistiken noch nicht vorliegen. Letzter Zugang beim Projekt Ehrenamtskarte war am 27. Juli 2011 die Stadt Bad Honnef. Weitere Städte und Kreise werden sicherlich noch folgen, da in der Zeit der „knappen Kassen“ das Ehrenamt besonders gepflegt werden muss. Denn eines ist klar: Viele notwendige und liebgewonnene Aktivitäten und Veranstaltungen gäbe es ohne die freiwilligen Helfer schon lange nicht mehr.

Jochen Helmecke

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