Ehrenamtskarte seit vier Jahren ein Erfolgsmodell

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Natascha Mandera präsentiert die Ehrenamtskarte. Wer mindestens fünf Stunden wöchentlich oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich aktiv ist, kann sie beantragen.

Meinerzhagen - Ehrenamtliches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem sind viele Helfer unentwegt aktiv, um sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Gerne auch unentgeltlich. Doch wird diesem Ungleichgewicht aus Leistung und entsprechender Anerkennung seit vier Jahren in Meinerzhagen begegnet: Die Ehrenamtskarte soll den Helfern Vergünstigungen in vielen Bereichen bringen.

Von Frank Zacharias

Bereits 60 Meinerzhagener kommen in den Genuss von Rabatten und Angeboten. Doch es dürfen durchaus noch mehr werden, wie Natascha Mandera von der Stadtverwaltung sagt.

Immerhin: Während die Ehrenamtskarte andernorts ein Schattendasein führt, ist sie in Meinerzhagen durchaus akzeptiert. Natascha Mandera führt aktuell 60 Namen von jungen und älteren Bürgern, die das Dankeschön im Scheckkartenformat im Portmonee mit sich führen dürfen. Ein Privileg, das sich für die Inhaber auszahlt: Durch Vorlage der Karte erhalten die Ehrenamtler zahlreiche Rabatte. So entfällt etwa die Ausleihgebühr in der Stadtbücherei und auch der Eintritt in die Schwimmbäder oder die Teilnahme an Kursen der Volkshochschule ist günstiger. Aber auch das Land Nordrhein-Westfalen, das die Karte im Jahr 2008 einführte, lockt mit vielen Angeboten – etwa mit einem günstigeren Preis für die Ruhr.Topcard, mit der man wiederum Rabatte für viele Angebote im Ruhrgebiet erhält. Aber auch einzelne Unternehmen und Landesmuseen honorieren die ehrenamtlichen Tätigkeiten der NRWler. Eine detaillierte Auflistung der Angebote ist im Internet auf der Seite www.ehrensache.nrw.deeinsehbar.

In den Genuss der (natürlich kostenlosen) Karte kommen solche Personen, deren wöchentliches Engagement im Durchschnitt mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Jahresstunden beträgt – und das seit mindestens zwei Jahren. Natürlich darf es im Rahmen der Tätigkeit keine Aufwandsentschädigungen geben, die über die Erstattung für entstandene Kosten hinausgehen. Den Kartenantrag gibt es im Rathaus bei Natascha Mandera, Tel. (0 23 54) 7 71 52, oder online unter www.meinerzhagen.de, Stichwort „Ehrenamtskarte“. Bei Natascha Mandera können sich übrigens auch Einzelhändler oder Unternehmen melden, den ehrenamtlich Engagierten ebenfalls gegen Vorlage der Karte Rabatte einräumen wollen.

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