Unterstützung gesucht

Slum-Schule in Nairobi: Corona bedroht Lebenswerk des Ehepaars Nicolay

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Bei der Lebensmittel-Ausgabe am vergangenen Freitag kamen Angehörige der Schüler aus insgesamt 396 Familien.

Meinerzhagen – Die Pandemie legt weite Teile des öffentlichen Lebens lahm – und das nicht nur in Deutschland.

Die ehemaligen Meinerzhagener Karin und Fritz Nicolay unterstützen seit vielen Jahren die Hupendo-Schule in einem Slum von Nairobi in Kenia. In diesen Tagen müssen sie miterleben, wie das Corona-Virus ihr Lebenswerk bedroht. Denn: Die kenianische Regierung hat nach Informationen der Nicolays alle Schulen im Land bis Januar 2021 geschlossen. 

Das ist aus mehreren Gründen fatal für Lehrer und Kinder. Denn: Ohne Lohn sind die Pädagogen in ihrer Existenz bedroht. Die Schülerinnen und Schüler profitieren von der täglichen Schulspeisung. Fällt die weg, müssten viele wohl hungern. In dieser mehr als schwierigen Situation wollen die Eheleute Nicolay ihre Hupendo-Schule nun auf keinen Fall hängen lassen. „Wir werden unsere Lebensmittel-Hilfe bis Januar 2021 weiterführen“, versprechen beide – auch wenn das viel Geld kostet.

6000 Euro im Monat

„Bisher haben wir dreimal im Jahr etwa 12 000 Euro überwiesen. Jetzt schicken wir jeden Monat 6000 Euro, denn außer den Lebensmitteln für die Familien der Schüler zahlen wir jetzt auch das Gehalt der Lehrer, des Wachmanns und der Köchin, damit sie alle im Januar noch da sind“, erläutern die Nicolays. Um diese hohen Summen aufbringen zu können, müssen sie das Spendenkonto, das vor Ort von den Steyler Missionaren verwaltet wird, „plündern“. Die Einnahmen sind durch die Pandemie allerdings geschrumpft. Alle Märkte und andere Veranstaltungen, bei denen beispielsweise durch den Verkauf afrikanischer Kunstgegenstände Einnahmen erzielt wurden, fallen aus. Spenden sind deshalb in dieser Situation besonders wichtig. 

Wie nötig die Hilfe aus dem Sauerland ist, wurde erst am vergangenen Freitag wieder deutlich. Zum vierten Mal wurden an der Hupendo-Schule Lebensmittel verteilt, um die Familien der Schüler zu unterstützen. „396 Familien kamen“, berichten die Nicolays.

Schulleiter Alfred Nyerere steht in ständigem Kontakt zu seinen beiden Unterstützern aus Attendorn. Er nennt beide liebevoll „Mutter“ und „Vater“. Nyerere schreibt in einer E-Mail über die jüngste Ausgabe der Spenden: „Die Eltern kamen ab 5.40 Uhr morgens zu uns. Alle übermitteln den Spendern ihre große Dankbarkeit für die Unterstützung. Gott segne euch und bleibt gesund.“

Spendenkonto 

Steyler Mission, Iban DE77386215000000011009, BIC GENODED1STB, Stichwort PRJ00004 Hupendo-School, Kenia. Für eine Spendenquittung bitte Verwendungszweck und Namen angeben.

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