„Wir sind selbst Lernende“

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Der Förderverein der ehemaligen Schule Volmetal (hier ein Archivfoto der Schule) hat sich neu aufgestellt.

Meinerzhagen - Der ehemalige Förderverein der Schule Volmetal hat sich neu aufgestellt.

Mit Unterstützung der Leaderinitiative „Oben an der Volme“ will der Verein ein sogenanntes Inklusionsmonitoring durchführen, um die Themen Inklusion und Teilhabe auch außerhalb des schulischen Bereichs stärker ins Bewusstsein zu bringen.

Die Schule Volmetal ist als Mosaikschule inzwischen in eine neue Trägerschaft übergegangen, Lehrer in den Ruhestand gegangen, die Kinder der im Förderverein engagierten Eltern nicht mehr an der Schule. Trotzdem sollte das Engagement für das Thema Inklusion weitergehen. Der neue Verein heißt mit vollem Titel „Lernen Fördern. Barrieren Abbauen. Teilhabe Ermöglichen. Kierspe-Meinerzhagen“ – oder kurz „Lernen Fördern“.

„Wir haben uns selbstverständlich nicht vom schulischen Rahmen gelöst, sondern setzen uns weiter für diese Kinder ein“, sagt Günther Barth, ehemaliger Leiter der Schule Volmetal. Gemeinsam setzen sich Mitglieder der früheren Schulleitung wie Barth, ehemaligen Eltern wie Monika Barwanitz, die Vorsitzende des neuen Vereins ist, und Meinerzhagens ehemaliger Bürgermeister Erhard Pierlings dafür ein, dass das Thema Inklusion nicht nur auf den Bildungsbereich beschränkt bleibt, sondern in der Region auch Aufmerksamkeit in allen anderen öffentlichen Lebensbereichen findet.

Der Verein hat sich deswegen mit dem Projekt „Inklusionsmonitoring“ bei der Leaderinitiative „Oben an der Volme“ beworben, das auch eine vorläufige Bewilligung erhalten hat. Damit kann der Verein seine Arbeit in Sachen Inklusionsmonitoring beginnen. Dabei geht es darum, alle interessierten Leaderinitiativen in Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle dabei zu unterstützen, die eigenen Vorhaben immer auch durch die Brille der Inklusion zu betrachten.

Aber auch andere Vereine und Institutionen will man helfen, etwa bei Veranstaltungen und Kursangeboten von vorneherein die Teilhabe von Menschen mit Handicaps egal welcher Art und welchen Alters und welcher Herkunft von vornherein mitzudenken und ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Barrieren sollten schon bei der Planung rechtzeitig erkannt und vermieden werden. Beispielsweise geht es bei der inklusiven Ausrichtung von Projekten auch darum, diese auch in einfacher Sprache zugänglich zu machen.

„Wir sind selbst Lernende“, sagt Barth. Man wolle nicht Ratschläge geben, sondern Impulse. Vorhandene Ideen und Angebote will der Verein im Rahmen seines Inklusionsmonitoring sammeln und weitergeben sowie die Akteure untereinander vernetzen. Der Verein hofft außerdem darauf, dass sich auch Betroffene am Monitoring mit ihren Ideen und Erfahrungen beteiligen. „Wir sind darauf angewiesen, dass sich betroffene Menschen selbst einbringen“, sagt Barth. „Nur sie selbst können sagen, worauf es bei der Inklusion ankommt“, bekräftigt Monika Barwanitz. Neben Menschen mit Handicaps sind auch Angehörige, Institutionen oder Behindertenbeauftragte aufgerufen, sich am Inklusionsmonitoring von „Lernen Fördern“ einzubringen.

Am 9. April soll ein erster Runder Tisch stattfinden, bei dem sich interessierte Institutionen zum Thema Inklusion austauschen können. Am 17. Mai wird es dann eine größere Informationsveranstaltung geben, bei der auch der bekannte Kabarettist und Pfarrer Rainer Schmidt, der selbst von einem Handicap betroffen ist, über das Thema Inklusion sprechen wird. Der Veranstaltungsort steht in beiden Fällen noch nicht fest.

Interessierte können sich wenden an Monika Barwanitz unter monika.barwanitz@web.de oder telefonisch unter 0175/8 54 96 88 sowie an Günther Barth – E-Mail an guenther_barth@t-online.de oder Tel. 0 23 59/43 58 – und Erhard Pierling – E-Mail e.pierlings@icloud.com oder Tel. 0 23 54/77 91 32.

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