Großbaustelle „Quartier der Generationen“

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So soll das „Quartier der Generationen“ einmal aussehen. Bei der Planung wird auch Wert auf Details wie den alten Uhrenturm gelegt (rechts), der nach der Renovierung wieder auf das Dach gesetzt wird.

Meinerzhagen - Das Attribut „wohnlich“ wäre zurzeit noch übertrieben. Wie die Wohnungen und Wohneinheiten in der ehemaligen Hauptschule an der Genkeler Straße einmal aussehen werden, lässt sich aber schon erahnen.

Und im Juli sollen die ersten Räume sogar bereits bezogen werden können. Davon ist Rolf Lutz überzeugt.

Den Umbau der einstigen städtischen Hauptschule in ein „Quartier“ mit 34 öffentlich geförderten und 17 frei finanzierten Wohnungen sowie 24 Wohnungen mit drei Wohngruppen für Demenzkranke konnte auch der strenge Winter kaum aufhalten. Und so freut sich Rolf Lutz von der Gelsenkirchener Investorengemeinschaft: „Schon Ende kommender Woche wollen wir das Hauptgebäude komplett dicht haben. Dann folgt der andere Komplex an der Vorderseite.“

In dieser Woche sah sich auch Bürgermeister Jan Nesselrath auf der Großbaustelle um und verschaffte sich einen Eindruck vom Stand der Arbeiten. Auch er hörte, dass sich an dem Ziel „Fertigstellung im Oktober“ nichts geändert habe. Die Nachfrage nach dem Wohnraum sei jedenfalls sehr gut. Und das betreffe sowohl die drei geplanten Demenz-Wohngruppen für je acht Bewohner als auch die frei finanzierten und die sozialen Bereiche, hieß es bei der Besichtigungstour. Im Frühjahr soll dann auch die Personal-Anwerbung erfolgen. Bekanntlich übernimmt die Betreuung der dementen Bewohner der in Gelsenkirchen ansässige Ambulante Pflegedienstes APD.

Das Konzept sieht vor, dass aus dem langgezogenen Gebäude durch Trennwände im Inneren fünf verschiedene Häuser gemacht werden. Jedes verfügt über einen eigenen Eingang. Vier werden bis unter das Dachgeschoss mit Sozialwohnungen „bestückt“, die obersten Stockwerke sind jeweils frei finanziert und können von jedem Interessenten angemietet werden. Das fünfte Haus ist den Demenz-Wohngruppen vorbehalten. „Alles ist komplett barrierefrei angelegt und insgesamt bauen wir acht Aufzüge ein“, erläutert Rolf Lutz. Da die Investoren Wert auf den Quartierscharakter legen, werde es auch Einrichtungen geben wie einen für jeden zugänglichen Raum, in dem zu bestimmten Zeiten ein Friseur seine Kunden empfangen könne. Gleiches gelte für einen Fußpfleger, der ebenfalls ein Zimmer belegen könne. Und auch dies: „Wir haben im vorderen Gebäude einen Raum der Stille eingeplant“, erläutert Claudis Hasenau aus der APD-Geschäftsführung. Auch der sei für jeden Bewohner frei zugänglich, biete 20 bis 30 Menschen Platz und könne auch für kleinere Feiern oder zum gemeinsamen Fernsehschauen etwa von Fußballübertragungen genutzt werden. „Da kommt nämlich ein großer Flachbildschirm hinein“, erläuterte Rolf Lutz.

Bis zur Einweihung im Herbst dieses Jahres bleibt jedenfalls noch viel zu tun. Die teilweise Begrünung des Daches, der Einbau einer Photovoltaik-Anlage, der Aufzüge, der Fußbodenheizungen und des Blockheizkraftwerkes sind nur einige Baustellen.

Die großen Dachflächen-Fenster in den Obergeschossen kommen jedenfalls schon in den kommenden Tagen an die Reihe. Und auch ein kleines aber feines Detail ist noch zu erledigen: „Das Uhrentürmchen an dem vorderen Gebäude haben wir abgebaut und gesichert. Sobald das Dach dort fertig ist, soll es wieder an seinen Platz – und das neu verschiefert“, erklärt Rolf Lutz.

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