Rentner bei Bewusstsein

Senior verdankt offenbar Haushaltshilfe sein Leben

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Mit dem Rettungshubschrauber Christoph 8 wurde der 79-jährige Meinerzhagener in eine Klinik geflogen.

[Update,12.05 Uhr] Valbert - Ein 79-jähriger Meinerzhagener verdankt offenbar seiner aufmerksamen Haushaltshilfe sein Leben: Nachdem sie den alleinstehenden Mann vermisst gemeldet hatte, fanden ihn Verwandte in einem Waldstück nahe seines Hauses in Schaffeld. Der Senior war stark unterkühlt und musste mit dem Rettungshubschrauber Christoph 8 in eine Klinik geflogen werden.

Von Frank Zacharias 

Die MZ steckte noch im Briefkasten, der sonst obligatorische Kaffee war gar nicht erst gekocht worden: Als die Haushaltshilfe am Freitagmorgen die Wohnung des Rentners betrat, ahnte sie, dass etwas nicht stimmte. Sie informierte unmittelbar Verwandte des Mannes, die die Gegend daraufhin absuchten.

Angehörige fanden den Renter im Wald

„Offenbar ging er des Öfteren in das nahe Waldstück, um Holz zu holen“, berichtete Michael Stumpe, Leiter der Polizeiwache Meinerzhagen. Daher suchten die Angehörigen auch diesen Ort ab – mit Erfolg. Der Notarzt, der Feuerwehr-Löschzug Valbert und die Polizei eilten sofort zum Fundort, wo sie den stark unterkühlten 79-Jährigen vorfanden.

Bei Bewusstsein, aber kaum ansprechbar

Der Löschzug Valbert der Feuerwehr Meinerzhagen ist am Freitagmorgen zu einem Einsatz bei Echternhagen gerufen worden.

Wie lange er dort schon gelegen hatte, steht bislang nicht fest – der Mann sei zwar bei Bewusstsein, aber kaum ansprechbar gewesen, hieß es von den Einsatzkräften vor Ort. Ob zum Zeitpunkt des Auffindens Lebensgefahr bestand, konnte bislang nicht gesagt werden. Aktuell geht man aber davon aus, dass der 79-Jährige Glück im Unglück hatte: In der Nacht lagen die Temperaturen immerhin um den Gefrierpunkt.

15 Mann des Löschzugs Valbert unterstützten den Notarzt bei seinem Einsatz und räumten anschließend das angrenzende Feld von Geäst, um dem Hubschrauber eine ungefährliche Landung zu ermöglichen.

Der war aus Lünen angefordert worden, da der Transport des Verletzten bis zum Krankenwagen an der Kreisstraße 7 nicht möglich war: Das Gelände war zu uneben, lediglich ein kaum befahrener Feldweg führt vom Haus bei Schaffeld in das Waldstück hinein. Um die genauen Umstände zu klären, ist derzeit auch die Kriminalpolizei vor Ort. Nach derzeitigem Stand gehen die Einsatzkräfte allerdings nicht von einem Fremdverschulden aus.

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