Funkelnde Sterne am Valberter Karnevalshimmel

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Die Valberter Ebbesterne freuen sich auf ihre Auftritte, für die sie schon seit Wochen fleißig proben.

Diese Sterne leuchten und funkeln in der fünften Jahreszeit ganz besonders hell am Karnevalshimmel. Wenn die Valberter Ebbesterne auf der Bühne stehen, strahlt aber auch das Publikum.

Valbert – Ebbestern Klara weiß genau, worauf es ankommt: „Dass wir lächeln, wenn wir vom Eingang in die Halle laufen, das ist wichtig. Wir laden so alle ein, uns zuzuschauen.“ Zuschauen und strahlen, das ist selbstverständlich fürs Publikum, das meistens aus kleinen und großen Karnevalsjecken besteht, wenn die Mini-Gardetänzerinnen in ihren schicken rot-weißen Gardeuniformen auftreten. Applaudieren natürlich auch. 

Über den Applaus freuen sich die derzeit 14 jüngsten Tänzerinnen der großen Valberter Karnevalsfamilie, „über die Medaillen aber auch“, wie Wiebke erzählt. Die Karnevalsorden der jeweiligen Vereine gibt es nach jedem Auftritt. Für den großen Moment auf der Bühne wird schon lange wöchentlich geübt. Dann sind die Augen der Tänzerinnen allerdings nur auf eine Person gerichtet: Trainer Olaf Baum zeigt mit wenigen Handbewegungen, wo es langgehen soll auf der Bühne. Zusammen mit seiner Ehefrau Sandra und Birgit Meinhardt trainiert der eingefleischte Karnevalsfan, der zugleich auch Mitglied des Elferrates ist, die jüngste Valberter Kindergarde bereits seit zehn Jahren und damit von Beginn an.

Denn vor zehn Jahren wurden die Ebbesternehe gegründet, nachdem die Ebbeflöhe schon längst Jahr für Jahr auf der großen Karnevalsbühne triumphierten und sich auch die jüngsten Valberter Karnevalsfans wünschten, in die rot-weiße Mariechenuniform schlüpfen zu dürfen. „Wir haben dann die Mini-Garde gegründet, damit die Wartezeit nicht so lang ist, bis zum Start bei den Ebbeflöhen.“ Erst ein Stern, dann ein Floh – so geht es seitdem. Mancher Ebbestern ist dabei jünger als fünf.

Sich die Schritte zu merken – ein Kinderspiel. „Die Größeren ziehen die Kleinen mit. Und wenn es ihnen mal etwas langweilig wird, weil wir mit den Jüngeren etwas mehr üben müssen, zeigen die Kleinen den Großen, was diese vergessen haben“, erklärt Olaf Baum schmunzelnd das einfache Prinzip und betont: „Wir haben nicht den Anspruch, eine ganz exakte Aufführung zu zeigen. Wenn es die Kinder schaffen, auf der Bühne vor 600 Leuten zu tanzen, ist das für uns schon Belohnung genug.“ Trainer Olaf, das wird beim Training schnell deutlich, ist der „Chef“ der quirligen Sternchen. Nicht ohne Grund. „Als wir angefangen haben, habe ich einmal in die Halle gerufen und alle standen in Reih und Glied. Seitdem musste ich mitmachen“, lacht er. Seine drei Mittrainerinnen, Verstärkung gibt es in diesem Jahr mit Birgit Meinhardts Tochter Nadine, wissen seinen Einsatz zu schätzen. Zusammen bildet das Quartett ein gutes Team, das aber auch die Kinder in die Entwicklung der Choreografie miteinbezieht. „Wir fragen sie, ob es vielleicht Wünsche oder Vorstellungen bei der Musik gibt“, erzählen sie.

In dieser Session gab es bei der musikalischen Auswahl kein langes Grübeln: die Eiskönigin begeisterte die kleinen Tänzerinnen natürlich im Kino und die Musik aus dem Film wurde daher auch „gardetauglich“ gemischt. „Gardetypisch“ beginnt die Aufführung: „Hände in die Hüften“, ruft Olaf Baum und fragt: „Wie steht ihr“ – „So!“, lautet die Antwort im Chor und beim nächsten Takt geht es auch schon los. Beim Tanz komme es darauf an, im Musikstück zu hören, welche Tanzpassagen passen. „Wo passiert was, das müssen alle wissen.“ 

Kleine Patzer, das weiß auch Olaf Baum, können trotzdem passieren und sind auch nicht schlimm. „Wenn die Gruppe bei einem Auftritt aber plötzlich spiegelverkehrt auf der Bühne steht oder, wie kürzlich passiert, der erste Einsatz komplett verpasst wird, fängt man aber doch an zu schwimmen“, gibt er zu. Den Zuschauern fällt’s meist gar nicht auf, sie sind einfach nur begeistert, wenn die Jüngsten auf der Bühne stehen. Dass sie ihre Aufführung vielen Narren und Närrinnen zeigen können, darauf freuen sich Teresa, Jana, Kimberly, Wiebke und alle anderen kleinen Sterne: „Und natürlich auch auf die Zugabe“, sagen sie. Die wird es garantiert geben, wenn die Ebbesterne als einer der ersten Garden bei der großen Jubiläums-Karnevalssitzung „Valbert lot gohn“ auf der Bühne stehen dürfen. Ein weiterer Höhepunkt wird der Valberter Kinderkarneval sein

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