Ebbeschüler stöbern in der Arbeitswelt

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In der Bäckerei Schmidt besuchten Vanessa Henschke und Tobias Bückemeyer (v.l.) ihre Schulkameraden Niclas Wannhof und Damaris-Marie Duras. Verkaufsleiterin Charlotte Budde freute sich über die jungen Helfer. ▪

VALBERT ▪ Jennifer Kebeiks und Fabian Huber sitzen vormittags normalerweise in der Ebbeschule. Gestern aber nicht. Denn: „Stöbertag“ war angesagt – auch für die Zehnjährige und ihren neun Jahre alten Klassenkameraden. Doch was gibt es im Ebbedorf und darum herum eigentlich zu „stöbern“?

Zu stöbern gibt‘s eine ganze Menge. Zum Beispiel bei Automobile Busenius oder in der Firma Burg- Wächter, zwei „Stöbertag-Stationen“ für die beiden Grundschüler aus den Klassen 4a und 4b.

Kinder sind von der Erwachsenenwelt oft ausgeschlossen. Das sollte sich gestern in Valbert zumindest für einen Tag ändern. Wo arbeiten Mama und Papa und was machen sie da eigentlich? Antworten darauf und auf viele andere Dinge gab es gestern, beim ersten Stöbertag im Ebbedorf, an dem die beiden vierten Klassen der Ebbegrundschule mit 50 Kindern teilnahmen. Der Tag, an dem Kinder im ganzen Land die Welt der Erwachsenen in unterschiedlichsten Einrichtungen entdecken können, wurde in NRW ins Leben gerufen vom Landesjugendamt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband.

Zur Begrüßung durch Schulleiterin Christel Kalkowski und Bürgermeister-Stellvertreter Volkmar Rüsche hatten sich am Morgen auch Sozialamtsleiterin Silvia Markus und Vertreter des Kreis-Jugendamtes und aus der Meinerzhagener Jugendarbeit in der Aula eingefunden. Und dann ging's los in die Betriebe, immer in Begleitung eines Betreuers – leicht zu erkennen am gelben Stöbertags-T-Shirt.

Jennifer und Fabian erlebten den Vormittag als MZ-Nachwuchsreporter. Bei Busenius wurden sie – zusammen mit weiteren Stöbertags-Kindern – von Kundendienst-Mitarbeiterin Sandra Teschner durch das Autohaus geführt. Weder Neuwagen-Verkauf, noch Werkstatt und Lager wurden bei der lehrreichen Betriebsbesichtigung ausgelassen.

Weiter ging es für Jennifer und Fabian zur Firma Burg-Wächter. Dort war es Betriebsleiter Harald Elbertshagen, der sich für die Kinder Zeit nahm. Die dankten es mit großer Aufmerksamkeit, ob in der „Lackierstraße“ oder an den Montageplätzen, wo sie selbst kleine Kassetten zusammensetzen konnten.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in Haus Nordhelle ging es gleich weiter, schließlich gehört auch der Nachmittag zur Arbeitszeit. Mit der MZ unterwegs waren diesmal die Rinkscheider Kinder-Schützenkönigin Vanessa Henschke und Tobias Bückemeyer. Sie ließen sich in der Bäckerei Schmidt erklären, dass nicht nur Brötchen und Brot an der Ihnestraße „entstehen“. Beide wussten anschließend: Der Arbeitsalltag in einer Bäckerei hat viele andere Facetten.

23 Betriebe stellten sich für den ersten Valberter Stöbertag zur Verfügung, von der Schreinerei bis zu Sparkasse, Volksbank, Polizei und Feuerwehr. Ihnen galt der Dank der Organisatoren. Und alle Beteiligten hoffen jetzt, dass eine Fortsetzung in den nächsten Jahren folgt. ▪ beil

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