Zäsur bei den Valberter Schützen - kein Festmontag

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Es sind noch einige Schützenfahnen zu haben. Vorsitzender Dominik Busch konnte am Freitag einige weitere Exemplare an den Mann bringen. ▪

VALBERT ▪ Schlanker, straffer und den veränderten Ansprüchen angepasst – so präsentiert sich das Valberter Schützenfest ab diesem Jahr. Nach reiflichen Überlegungen, vielen Gesprächen und einer langen Planungsphase wurden die einschneidenden Änderungen bereits im letzten Jahr mit großer Einigkeit beschlossen.

„Das stellt eine Zäsur in unserer Vereinsgeschichte dar“, machte der Vorsitzende der Valberter Schützen Dominik Busch am Freitagabend bei der Hauptversammlung des Vereins vor rund 60 Schützen deutlich.

„Ich bin sehr dankbar, dass ihr alle diesen Schritt mitgegangen seid, den Festmontag abzuschaffen.“ So endet das kommende Schützenfest im Ebbedorf erstmals am Sonntag. Das Kinderschützenfest, das sich großer Beliebtheit erfreut, wird wie gewohnt am Freitag den Nachwuchs begeistern. Wie schon in 2012, markiert der „Fassanstich“ mit Gute-Laune-Musik am Freitagabend den Auftakt des Fests. Für die „feste“ Verpflegung sorgt das Team der Hültekanne, der Ausschank der Getränke wird vom Festwirt der Schützen übernommen. Schluss ist pünktlich um 24 Uhr. Am Samstag werden die Nachfolger des Königs- und Kinderkönigspaars ermittelt. Der bislang übliche Kommers mit vielen Ehrungen fällt am Samstagabend weg, stattdessen sollen nur außergewöhnliche Auszeichnungen vorgenommen werden. Zusammen mit den Majestäten und Schützen der Gastvereine wird ein rauschender Krönungsball gefeiert, die Plettenberger Band „Spotlights“ sorgt für Stimmung. Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Prinzenvogelschießens. Da die gestrengen Richter des gleichermaßen beliebten wie gefürchteten Femegerichts in diesem Jahr eine kreative Pause einlegen, wollen die Schützen eine alternative „Bürgerbelustigung“ auf die Beine stellen. Ob die einzelnen Züge je einen Programmpunkt beisteuern, oder weitere Valberter Vereine eingeladen werden, um in ungewöhnlichen Disziplinen mit hohem Unterhaltungswert gegen die Schützen anzutreten, wird noch geklärt. Das Schützenfest findet vom 19. bis 21. Juli statt. Der vielfach gewünschte und von den Schaustellern im letzten Jahr aufgestellte Autoscooter sei nicht ausreichend frequentiert worden, bedauerte der Vorsitzende. „Wir müssen leider einsehen, dass sich dieses Fahrgeschäft in Valbert nicht lohnt.“ Busch richtete einen eindringlichen Appell an die Schützen, sich als ernsthafte Anwärter auf eine Regentschaft an den Wettkämpfen zu beteiligen. „Wäre das nicht genial, wenn endlich wieder neun oder zehn Kontrahenten auf den Vogel anlegen würden?“ Er sei nicht bereit, die Mitglieder des Vorstands in die Pflicht zu nehmen, wenn zu wenige Anwärter da sein sollten. „Da lass ich den Vogel eher hängen“, stellte er klar. Busch forderte die Schützen auf, sich einzubringen und dem Vorstand ihre Meinung mitzuteilen. „Wir wünschen uns offene und ehrliche Gespräche.“ Die drei großen Karnevalsveranstaltungen erwiesen sich auch im vergangenen Jahr als Erfolgsmodell. Zwar blieben bei der Prunksitzung erstmals seit langem einige Stuhlreihen leer, dafür freuten sich die Organisatoren beim Kinderkarneval und an Weiberfastnacht über ein „volles Haus“. Wie Busch mitteilte, traf sich der Vorstand im Januar zu einer mehrstündigen Beratung und bildete vier Teams, die sich künftig mit den Themen Verwaltung, Bau/Gestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Festablauf befassen. Abschließend informierte er die Schützen über die Idee, die Mitgliedschaft im Schützenverein durch diverse Vergünstigungen attraktiver zu machen. Die Beratungen laufen derzeit. „Ich hoffe, dass wird noch vor dem Fest Vollzug vermelden können“, schloss er. Derzeit hat der Schützenverein rund 400 Mitglieder, die Zahl sank in den vergangenen Jahren.

Bei den Wahlen gab es einige Änderungen: Axel Berghaus stellte sein Amt als zweiter Vorsitzender aus zeitlichen Gründen zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wählten die Schützen Florian Wilkes, bislang stellvertretender Geschäftsführer. Berghaus bleibt nach wie vor Hauptmann und wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Der neue stellvertretende Geschäftsführer heißt Markus Kötting. In ihren Ämtern bestätigt wurden Oberstatjutant Christian Kretschmann, Königsadjutant Carsten Engstfeld, Zugführer Andreas Hornbruch, Offizier der 1. Fahne Frank Kebeiks sowie die Offiziere der 2. Fahne Gerd Friese und Jochen Hertrich. Die Kasse prüfen Paul Ganz und Dennis Beckmeyer. ▪ ps

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