Elektroautos tanken (noch) zum Nulltarif

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Auch in Meinerzhagen und Kierspe kann Strom „nachgetankt“ werden.

MEINERZHAGEN - Dirk Depping fährt ein Elektroauto. Der Mark-E-Mitarbeiter besitzt privat einen Nissan Leaf und er ist überzeugt: „E-Fahrzeuge sind die Zukunft.“

In seinem Unternehmen ist Depping auch zuständig für Elektromobilität. Und Meinerzhagen zählt zu einem Einsatzgebiet.

In der Volmestadt gibt es eine öffentliche Ladestation für E-Fahrzeuge der Mark-E neben dem Servicecenter an der Volmestraße. Wer seinen Wagen hier „volltankt“, darf sich über Energie zum Nulltarif freuen, denn berechnet wird dafür (noch) nichts. Das gilt auch für die Station in Kierspe, die an den dortigen Stadtwerken zu finden ist. „Wenn auf Dauer mehr E-Autos unterwegs sein werden, müssen wir diese Angebote aber kostenpflichtig gestalten“, erläutert Dirk Depping. Dann würde „einmal Volltanken“ bei einem E-Mobil mittlerer Größe laut Depping etwa 6 Euro kosten – „maximal und die Preise eines Fremdanbieters zu Grunde gelegt“.

Zwei Autos könnten an der Volmestraße gleichzeitig Strom speichern – zumindest theoretisch. „Weil dort aber eigentlich nur ein Parkplatz zur Verfügung steht, ist das zugegeben etwas suboptimal“, schränkt Depping ein. Man halte an dieser Stelle allerdings eine 22-Kilowatt-Ladestelle vor, daher gehe der eigentliche Auffüll-Vorgang relativ schnell: „In etwa einer Stunde ist die Batterie voll“, erläutert er. Das, so der Experte weiter, würde Zuhause an einer normalen Schuko-Steckdose allerdings deutlich länger dauern: „Da muss man für einen Leaf dann auch schon mal neun Stunden einkalkulieren.“

Genutzt wird die E-Ladestation an der Volmestraße laut Depping gut – und das sowohl von Einheimischen als auch von Auswärtigen auf der Durchreise: „Es gab sogar schon mal Beschwerden, dass die Station immer belegt sei. Doch in der Regel findet sich hier ein Platz.“ Unter den Kunden sei sogar ein heimisches Taxiunternehmen, weiß Depping zu berichten. Und weil die Station auch im Internet auf den Seiten von Mark-E und den Stadtwerken Lüdenscheid ausgewiesen werde, würden auch Reisende von der Autobahn abbiegen und hier „nachtanken“, berichtet der Mark-E-Fachmann.

Dass diese Ladesäule allerdings auf Dauer nicht ausreichen wird, ist Depping auch klar. Und er berichtet von Anfragen aus Politik, von der Stadt und von Firmen in Meinerzhagen, die Ladestellen bauen möchten. „Wir geben dabei aber nur Hilfestellung, eventuell sogar einen Zuschuss. Die Anlagen selbst errichten wir aber nicht.“

Inzwischen, so Depping weiter, hätten die E-Auto-Hersteller auch an einer verbesserten Reichweite ihrer Modelle gearbeitet. „Mein Auto kommt mit einer Ladung etwa 250 Kilometer weit. Die nächste Generation wird in etwa zwei Jahren sicherlich 450 bis 500 Kilometer weit kommen“, ist Depping sicher. Und dass Elektro-Antriebe auf dem Vormarsch sind, bemerkt er auch selbst durch seine berufliche Tätigkeit: „Früher habe ich für diesen Bereich etwa zwei Wochenstunden aufgewendet, inzwischen sind es zwei ganze Wochentage.“ Tendenz: steigend...

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