DRK-Prüflinge schlagen sich wacker bei Großübung

Bei der Firma Fuchs fand am Wochenende eine große Übung von DRK und Feuerwehr statt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ "Es ist eng, ein schwieriger Ort zum Üben. Deshalb aber um so wertvoller, denn das ist die Realität,“ kommentierte Fred Weingardt, Abteilungsleiter und stellvertretender Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Dortmund am Samstag auf dem Gelände der Firma Otto Fuchs.

Die Firma hatte einen Teil ihres Betriebsgeländes als Übungsszenario für die Rettungsdienstschule des Deutschen Roten Kreuzes Dortmund zur Verfügung gestellt. Mit im Einsatz waren die Löschzüge 1 und 3 der Freiwilligen Feuerwehr Meinerzhagen.

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Großübung von DRK und Feuerwehr in Metallwerk

Schauplatz der Übung war die Härterei, wo es bei der Oberflächenbehandlung von Werkzeugen mit Salzbädern zu einer Verpuffung kommt. Drei Personen müssen mit schweren Verbrennungen von Atemschutzträgern aus dem Gebäude geholt und von den angehenden Rettungsassistenten behandelt werden. Weitere Personen tragen Knochenbrüche sowie Verätzungen und Reizungen der Augen und Haut davon. Eine Person erleidet einen Herzinfarkt, eine weitere einen Schock. Ein Arbeiter kann von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. In Folge dieses Unfalls ereignet sich ein weiterer, den ein in Panik geratenen Staplerfahrer auslöst. Dabei wird einer Person durch einen Container ein Bein abgetrennt, eine andere wird durch eine Stahlstange gepfählt.

Ersonnen hatten dieses Szenario Michael Voßkuhle von der Sicherheitsabteilung der Fuchs-Werke, Hauptbrandmeister Matthias Dresp, stellvertretender Zugführer des Löschzuges Meinerzhagen, und DRK-Ausbilder Ralf Papajewski.

Als „Kreisleitstelle“ fungierte bei dieser Übung die Fernmeldezentrale des DRKs in einem Fahrzeug vor den Toren des Firmengeländes. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte, die mit rund 20 Fahrzeugen vor Ort waren, kümmerte sich der Werkschutz um die Verletzten vor dem Gebäude. Dann mussten sich 20 angehende Rettungsassistenten unter den wachsamen Augen ihrer Ausbilder in der Praxis beweisen. Sieben legten bei dieser Gelegenheit die Abschlussprüfung einer Zusatzausbildung als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst ab. Unterstützt und auf ihre Nervenstärke getestet wurden die Schüler dabei vom DRK-Team Unfalldarstellung, das realistisch geschminkt, mimisch überzeugend und äußerst geduldig die Unfallopfer darstellte. Übungsziel der Feuerwehr, die mit etwa 15 Fahrzeugen angerückt war, war die Ordnung der Einsatzstelle und die Rettung der Personen. Außerdem musste die gepfählte Person mit Hölzern stabilisiert werden, damit das sperrige Stahlrohr abgetrennt werden konnte, um den Transport zu ermöglichen. Betriebsinterne Fachberater standen den Einsatzkräften zur Seite, um die Zusammenarbeit externer und interner Kräfte zu üben und zu verbessern.

Als Zuschauer und Beobachter dieser Übung waren der neue Kreisbrandmeister Michael Kling sowie die Meinerzhagener Wehrleitung, Horst Kurte als Vertreter der örtlichen Polizei, der Technische Geschäftsführer der Firma Fuchs, Klaus Gläser, und Mitglieder des Betriebsrates vor Ort. Frank Baginski, der Leiter der Sicherheitsabteilung, hatte ihnen vor der Übung die besondere Lage der Firma in einem Baumischgebiet erläutert, sowie die Notfallpläne und das Alarmsystem des Werkes vorgestellt und sie mit der Hauptwache am Kapellenweg bekannt gemacht, in der bei Notfällen alle Fäden zusammenlaufen.

Fred Weingardt zeigte sich mit der Arbeit der DRK-Prüflinge sehr zufrieden, ebenso wie mit der Zusammenarbeit mit Feuerwehr und firmeneigenen Kräften. „Wir werden nach den gleichen Standards ausgebildet, das erleichtert das Verständnis und die Zusammenarbeit. Bei dieser Übung kam es vor allem darauf an, die Verletzten vor dem Transport zu dekontaminieren. Die Organisation der weiteren Versorgung der vielen Verletzten und ihre Verteilung auf verschiedene Krankenhäuser war ein weiteren Schwerpunkt.“ ▪ luka

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