Elternbegleitung

"Rucksack" geht in neue Hände

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Elternbegleiterin Pinar Emrecan (rechts) wurde am Montagnachmittag auf dem Gelände des DRK-Kindergartens am Schulplatz von MK-Mitarbeiterin Sarah Stausberg (links) und Einrichtungsleiterin Martina Scharnholz mit einem großen Dankeschön aus ihrer leitenden Funktion im Projekt Rucksack-Kita verabschiedet.

Meinerzhagen – Lernprogramme aus dem Kindergarten mit nach Hause nehmen und dort im Kreis der Familie bearbeiten: Genau so geht Rucksack-Kita, ein Förderprogramm des Landes NRW für Kinder aus Familien mit Einwanderungsgeschichte.

Pinar Emrecan hat sich in diesem Projekt sieben Jahre lang ehrenamtlich als Elternbegleiterin im DRK-Kindergarten am Schulplatz eingesetzt. Jetzt muss sie wegen anstehender beruflicher Herausforderungen kürzertreten.

Urkunde vom Landrat

Ohne ein großes Dankeschön mochten Sarah Stausberg vom kommunalen Integrationszentrum des Märkischen Kreises und Einrichtungsleiterin Martina Scharnholz die engagierte Mutter natürlich nicht gehen lassen. Beim Treffen am Montagnachmittag erhielt Pinar Emrecan einen Blumenstrauß und eine von Landrat Thomas Gemke ausgestellte Urkunde.

Sprach- und Bildungsprogramm

Kindergartenleiterin und Kreisvertreterin hoben dabei die Bedeutung der Rucksack-Kita hervor. Das Sprach- und Bildungsprogramm richtet sich an Familien mit internationaler Geschichte, deren Kinder zwischen vier und sechs Jahren eine Tageseinrichtung besuchen. Rucksack-Kita hat die allgemeine sprachliche Bildung anhand von Themen wie beispielsweise „Körper“, „Kita-Alltag“ oder „Familie“ zum Ziel. Die Kinder werden dabei von den Eltern daheim in der Familiensprache und von den Erzieherinnen im Kindergarten in der deutschen Sprache gefördert.

Schulungs absolviert

„Sechs bis acht Frauen treffen sich bei uns ein Mal pro Woche in einer Arbeitsgruppe und bereiten unter Anleitung der zuvor geschulten Elternbegleiterin die Themen vor“, berichtet Martina Scharnholz. Entsprechendes Arbeitsmaterial wird bereitgestellt. Diese Aufgabe übernimmt im DRK-Kindergarten jetzt Funoa Aktas, die eine entsprechende Schulung bereits absolviert hat.

Ein Erfolgsprojekt

Sarah Stausberg begleitet das Projekt für den Märkischen Kreises. „Es ist schön, dass im DRK-Kindergarten der Übergang so reibungslos klappt“, lobt sie die große Initiative vor Ort. Die Rucksack-Kita ist ein echtes Erfolgsprojekt, kreisweit gibt es mittlerweile mehr als 50 aktive Gruppen. Der Anteil an Kindern aus Familien mit internationaler Geschichte liegt im DRK-Kindergarten weit über 50 Prozent. „Daher ist für uns Erzieherinnen die Unterstützung durch die Frauengruppe aus der Rucksack-Kita von großer Bedeutung“, betont Martina Scharnholz.

Unterstützung fortsetzen

Die verantwortliche Leitung der Gruppe hat Pinar Emrecan jetzt aufgegeben – ganz trennen mag sie sich von dem Projekt aber nicht. Sie will, so weit ihre Zeit das zulässt, die Treffen im Haus am Schulplatz weiter besuchen. Auch ihre Unterstützung für die Rucksack-Kita im Awo-Kindergarten Rappelkiste will sie fortsetzen.

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