Dritter „Ebberock“ begeistert die Fans

Die Fans beim dritten Ebberock in der Valberter Ebbehalle waren begeistert.

VALBERT ▪ „Infiziert“ war die erste Band, die am Samstag die Ebbehalle rockte, und der Name war Programm.

Das „Virus“, das die fünf Düsseldorfer mit ihrer Musik verbreiteten, erfasste sofort alle, die sich vor der Bühne eingefunden hatten. Die Symptome waren eindeutig: Gesteigerter Bewegungsdrang, unstillbarer Durst, ausgelassenes Lachen und das Bedürfnis lauthals mitzusingen. Damit war der dritte Ebberock, zu dem Veranstalter Christoph Last eingeladen hatte, auf dem besten Wege, wieder ein voller Erfolg zu werden. Denn darum ging's an diesem Abend. Musik hören – und zwar laut. Leute treffen, die man lange nicht gesehen hatte. Miteinander trinken, feiern, pogen, singen und lachen.

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Ebberock in der Ebbehalle

Nach diesem Auftritt waren alle bestens vorbereitet auf die Hamburger Band „Rotz und Wasser“, die die Halle dann mit satten Gitarrenriffs, vollem Bass und treibendem Schlagzeug so richtig zum Kochen brachte. Auch einige Fans waren auf die Bühne eingeladen um mitzusingen und mitzuspielen. Darunter auch Mitglieder der „Reisegruppe Unangenehm“ die auf der G.O.N.D. 2009 aus kleinen Gruppen aus NRW, Hamburg, Bayern, Thüringen und dem Saarland innerhalb weniger Stunden entstand, und heute durch die komplette Republik gemeinsam zu Konzerten oder Festivals fährt, weil sie die deutschsprachige Rockmusik verbindet. Die Stimmung erreichte bald den Siedepunkt, so dass T-Shirts ausgezogen, Hosen heruntergelassen wurden. Sänger Chris kommentierte: „Alle Achtung, Meinerzhagen, und das um 8 Uhr abends!“

Mit der Berliner Band „Berserker“ kamen alte Bekannte auf die Bühne. Sie rockten schon zum dritten Mal die Ebbehalle, und auch ihre zahlreichen treuen Fans waren wieder mit von der Partie. Der Musikgeschmack der Band reicht von Metal, Punk bis Hardcore, wovon sie eine gute Mischung präsentierten. Auch sie fanden in ihren Texten klare Worte, erzählten von Liebe und Freundschaft, Wut und Hass, Leben und Tod. Sie zeigten Missstände in der Gesellschaft auf, aber immer mit dem Blick nach vorn. Düster, wütend, selbstironisch. Neu dabei war in diesem Jahr Schlagzeuger Linus, der die Takthölzer richtig krachen ließ.

Zum zweiten Mal spielte „Betontod“ aus Rheinberg in Valbert auf, und die Texte ihrer mittlerweile fünf CDs umfassenden Lieder, waren den Fans natürlich wohlbekannt und wurden wie gewohnt mitgesungen. Mit „Kärbholz“ kamen anschließend gute Freunde der Band auf die Bühne. Ihr Auftritt wurde von vielen Zuhörern schon mit Spannung erwartet, der Platz vor der Halle leerte sich merklich. Die vier Musiker stellten viele neue Songs ihres aktuellen Albums vor. Sie singen von ihren Erfahrungen und auch von der Bedrohung der Erde. Sie wagen musikalische Experimente und sagen, was ihnen „stinkt“.

„Stainless Steel“, die bestens bekannte Böhse Onkels-Coverband, sorgte schließlich für den krönenden Abschluss und einen weiteren Höhepunkt des diesjährigen Ebberocks. ▪ luka

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