Großbaustelle ärgert Eltern

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Rolf Lutz hofft, dass sich bald alle Generationen im Komplex an der Genkeler Straße wohl fühlen können.

Meinerzhagen - Keine Idylle im „Eulenwald“: Die Außengruppe des Awo-Kindergartens Rappelkiste an der Genkeler Straße ist vom Umbau des ehemaligen Hauptschulgebäudes unmittelbar betroffen. Die Unwägbarkeiten, die der Umbau mit sich bringt, stößt bei einigen Eltern inzwischen bitter auf. Der Weg zum Kindergarten sei kaum passierbar, der einzige Rettungsweg werde von Baustellenfahrzeugen zugeparkt, bemängeln sie.

Dass eine Baustelle Dreck mit sich bringt und dass es laut ist, ließe sich kaum verhindern, wissen auch Nicole Selting und Nicole Osmanski, die zusammen den Elternrat bilden. Mittlerweile sei die Situation jedoch untragbar. „Dass dort durch Dreck und Schlamm und Bauarbeiten der Untergrund nur noch eine einzige Rutschpartie darstellt und für Eltern, Kinder und Erzieher eine Gefahr darstellt, geht einfach nicht mehr“, ärgert sich Nicole Selting. 

Sie selbst habe noch ein einjähriges Kind: „Mit einem Kinderwagen kommt man da nicht durch.“ Auch Großeltern hätten Schwierigkeiten, den Kindergarteneingang zu erreichen, schildert sie. Hinzu komme, dass die Rettungszufahrt von Baustellenfahrzeugen zugeparkt werde: „Was ist, wenn ein Feuer ausbricht oder ein Rettungswagen schnell dorthin muss?“ Nicole Osmanski betont, dass sich auch die Eltern auf das Mehr-Generationen-Projekt und auf das Miteinander zwischen Alt und Jung freuen. 

„Allerdings müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Wir würden uns wünschen, dass beim Umbau und den Arbeiten, die eine Gefährdung darstellen, auf die Kita-Öffnungszeiten Rücksicht genommen wird.“ In dieser Woche sei die Einrichtung aber stundenweise überhaupt nicht zu erreichen gewesen. Dass freie Flächen Mangelware sind und die Parksituation daher oft schwierig ist, ist auch der Polizei bekannt. Fast täglich seien die Bezirksbeamten daher vor Ort. 

Dass die Situation für Anlieger während des Baus des neuen Generationen-Quatiers schwierig ist, weiß auch Rolf Lutz von der Investorengemeinschaft. Der Umbau dauere inzwischen 16 Monate, „mittlerweile nerven wir, wir befinden uns in der Phase, wo wir alle Beteiligten am meisten belästigen“, sagt Lutz. Die Vorwürfe der Eltern seien nicht unberechtigt, vor allem die Parksituation sei an der Genkeler Straße problematisch. 

20 Gewerke seien derzeit mit dem Umbau beschäftigt, entsprechend hoch sei die Anzahl der Fahrzeuge. Zumindest in dieser Hinsicht verspricht Lutz Entspannung. In dieser Woche hätten die Pflasterarbeiten auf dem ehemaligen Hauptschul-Parkplatz begonnen, bis Ende kommender Woche soll die Hälfte der Fläche fertiggestellt sein, in drei Wochen soll die komplette Parkfläche genutzt werden können. 

Die Weg zum Kindergarten wurde inzwischen gereinigt. Hier müssten sich Eltern in der nächsten Zeit allerdings weiterhin auf eine Baustelle einstellen. Denn auch der Weg zum „Eulenwald“ soll neu gepflastert werden. Gleiches gilt auf dem Gelände des Kindergartens auch für den Weg zum Spielplatz. Hier wurde bereits mit den Arbeiten begonnen, was für die Kinder bedeutet, dass sie ihren Spielplatz derzeit nicht erreichen können. 

Dass die Belastung in den letzten Wochen größer geworden sei, bestätigt auch die stellvertretende Leiterin des Awo-Kindergartens Manuela Neitzel. Allerdings sei man immer mit den Investoren im Gespräch. „Und wenn alles fertig ist, wird es auch superschön“, ist sich Neitzel sicher. 

Zur Sache:

Das Quartier

Baubeginn: 12. Juli 2016 Investitionssumme: circa 18 Millionen Euro Wohnfläche: circa 6500 Quadratmeter Wohnungen: 49, plus 24 Wohnungen für Demenzkranke in drei Wohngruppen Parkplätze: mehr als 50

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