Dorfverein Valbert kauft „Zigarrenkiste“

Perspektiven für eine Ruine

Zigarrenkiste in Valbert
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Die „Zigarrenkiste“ in Valbert: Ein neues Gebäude müsste sich optisch einfügen. Demnach wäre zumindest nach „oben“ noch Luft. Das Grundstück selbst lässt kaum Erweiterungen in die Breite zu.

Es tut sich was in Valbert! Eine Ruine soll aus dem Dornröschenschlaf erwachen.

Valbert - Besonders nachdem das Dach des kleinen Gebäudes an der Ihnestraße vor einigen Wochen von der Schneelast eingedrückt wurde, war es eindeutig: Die „Zigarrenkiste“ in Valbert ist eine Ruine. Und zwar mit außerdem bis vor Kurzem recht verworrenen Eigentumsoptionen. Die sorgten auch nach der letzten Nutzung als Imbissbetrieb bis Mitte 2005 für den stetigen Leerstand und fortschreitenden Verfall.

Seit einigen Tagen allerdings ist durch intensive Bemühungen einer Anwaltskanzlei und im Zusammenspiel mit einem Valberter Privatmann, dem Dorfverein und der Stadt die Eigentumsproblematik gelöst worden. „Wir werden als Verein Eigentümer und das für einen sehr geringen Betrag“, sagt der sichtlich erfreute Vereins-vorsitzende Ulf Hildebrandt gegenüber der MZ.

Lange Zeit kein Versammlungsort für Valbert

Rückblick: Ende September 2016 durchfloss das letzte Bier die Zapfhähne der Theke der Hültekanne. Das bedeutete seither, dass die Valberterinnen und Valberter keine „normale“ Gaststätte mehr im Dorf hatten, keine Stammkneipe. Sowohl für die Vereine und Organisationen, die dort bis dahin ihre Treffen abhielten, aber auch für die Genießer des frisch gezapften Pils ein misslicher Umstand.

Schon bei der Gründung des Dorfvereins im August 2018 hatten daher die Verantwortlichen die Suche nach einer Möglichkeit für ein Dorfgemeinschaftshaus im Visier. Es wurden in Folge verschiedene Varianten ausgelotet. Dabei reichte die Palette der Ideen von der Nutzung einer bestehenden Immobilie über die Sanierung eines weiteren Objektes bis hin zur Errichtung eines kleinen Neubaus als Massiv- oder Holzhaus. Im Übergang gab es die Einrichtung eines Raumes im Postgebäude an der Ihnestraße. Sichtbare Aktivitäten fielen dort aber der Pandemie zum Opfer.

Zwar hat die Hültekanne vor mehr als einem Jahr wieder ihren Betrieb aufgenommen, der Vereinswunsch nach einem eigenen Treffpunkt blieb davon jedoch unberührt. Weitere Überlegungen und vor allem die Aktivitäten zur „Eigentumsproblematik“ der Zigarrenkiste liefen weiter. Offenbar mit Erfolg.

„Planungs- und baurechtlich ist einiges möglich“

„Im Dorfbereich von Valbert ist planungs- und baurechtlich einiges möglich“, bestätigt Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar. Die Vorgaben über den Umfang eines Neubaus, die teilweise oder komplette Sanierung, orientieren sich dabei an den nachbarschaftlichen Gebäuden. Auch wenn dabei die Kirche mit ihrem hohen Glockenturm nicht der Maßstab ist: Mehrere Geschosse als bisher, errichtet auf einer Grundfläche, die der jetzigen entspricht, dürften durchaus machbar sein.

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