Alexander Scheffel sichert sich erfolgreich die Königswürde

Das neue Königspaar: Alexander Scheffel und Annalena Biermann.

Wilkenberg - Am Sonntag, dem zweiten Tag des Wilkenberger Dorffestes, triumphierte Alexander Scheffel an der Vogelrute über den Auerhahn und wurde damit neuer König der Dorfgemeinschaft. Als Königin wird ihm während seiner Regentschaft Annalena Biermann zur Seite stehen.

Aufgrund des regnerischen Wetters am Samstag hatte die Wilkenberger Dorfgemeinschaft zunächst befürchtet, dass sich nicht viele Gäste zum Feiern am Dorfgemeinschaftshaus einfinden würden. Umso erfreuter waren sie über die unerwartet große Resonanz. Als die Gäste am Nachmittag den Auerhahn ins Visier nahmen, drängelten sich allein 24 Bewerber für den Wanderpokal an der Vogelstange: Eine Rekordbeteiligung.

Bei fünf Durchgängen wurde nur mit einem Stein geworfen, bei zwei weiteren Runden mit zwei Steinen. „Gar nicht so einfach, wie’s aussieht“, mussten sich die Gäste nach einigen Versuchen eingestehen, nachdem sie zunächst nicht mit Frotzeleien gespart hatten über die archaische Art und Weise, wie man in Wilkenberg dem Vogel zu Leibe rückt. Mit dem 215. Wurf holte schließlich Torben Gelhausen den Auerhahn von seiner Stange und konnte den begehrten Pokal entgegennehmen. Beim Wettkampf der Jugendlichen hatte sich vorher bereits Finn Aspelmeyer in der 26. Runde als erfolgreichster unter acht Teilnehmern qualifiziert.

Vor allem viele junge Leute waren zum Dorfgemeischaftshaus gekommen und zeigten gutes Durchhaltevermögen. Bis in die frühen Morgenstunden wurde zur Musik der „Rockfabrik Valbert“ getanzt und gefeiert.

Weiter ging´s am überwiegend trockenen Sonntag mit einem zünftigen Frühschoppen. Aber dieser Tag gehörte vor allem Alexander Scheffel, der am Nachmittag mit drei weiteren Aspiranten zum Kampf um die Königswürde antrat. Nach einer Runde „Zielwasser“, das vom amtierenden König spendiert worden war, räumte er mit dem 26. Wurf zunächst den linken Flügel des Auerhahns ab und schon im nächsten Durchgang auch den rechten Flügel.

Seine Mitbewerber konnten nur wenige (folgenlose) Treffer verzeichnen. Zwar brachte Horst Mähler den Vogel mit einem gut platzierten Stein in eine bedenkliche Schräglage, aber das Federvieh behauptete weiterhin seinen Platz. Ab dem 17. Durchgang wurde es mit zwei Steinen in Folge unter Beschuss genommen, aber auch das zeitigte keine Erfolge. Erst der 166. Wurf von Scheffel mit einem ausgesucht kleinen Stein machte dem Vogel schließlich den Garaus.

Am Abend wurde das neue Königspaar mit dem alten Lanz-Bulldog, der Wilkenberger Königskutsche, von seiner Residenz abgeholt. Noch einmal schritten die alten Majestäten Christopfer Otte und Nadine Plate die Schützenfront ab, dann wechselten bei der Krönung die Insignien ihrer Macht zum neuen Königspaar, das unter dem Beifall der Gäste den Tanz eröffnete. Auch an diesem Abend sorgte wieder die „Rockfabrik Valbert“ für die Musik.

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