Thomas Wirth ist neuer König in Wilkenberg

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Große Freude bei Thomas Wirth (Bildmitte). Er hatte zum Schluss das Glück auf seiner Seite.

Wilkenberg - Der neue König in Wilkenberg heißt Thomas Wirth. Er war bereits 2004 König der Wilkenberger und hatte auch an diesem Sonntag wieder große Pläne. Der zweite Tag des Wilkenberger Dorffestes begann mit dem beliebten Frühschoppen und dem obligatorischen Königspokal-Werfen.

Von Bärbel Schlicht

Zehn ehemalige Könige, darunter auch Thomas Wirth, traten an, um mit frischen Kräften und vielen Steinen den Holzvogel von der Stange zu holen. Das klappte bei soviel Manneskraft auch ganz gut, denn der linke Flügel fiel bereits nach dem 38. Wurf durch Ingo Sönnecken.

Den rechten Flügel sicherte sich Thomas Wirth mit dem 47. Wurf. Den Apfel verlor der Auerhahn nach einem gezielten Wurf von Hartmut Bütenbender und wieder Ingo Sönneken sicherte sich nur wenige Würfe später das Zepter. Den Rumpf des Auerhahns fegte dann Christopher Otte von der Stange und sicherte sich so den Königspokal.

Es war das 44. Dorffest der Wilkenberger, das wieder in bewährter Form und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert wurde. Im nächsten Jahr wird dann wieder ein neuer Kaiser durch Würfe auf den Auerhahn ermittelt. Bevor es zum Höhepunkt des feucht-fröhlichen Nachmittags kam, wurde das noch amtierende Königspaar, Frank und Antje Hortmann, von ihrer Residenz abgeholt.

Die Zeit bis zum Eintreffen der königlichen Abordnung nutzen die Gäste, um bei Kaffee und vielen Kuchen und Torten, die die Frauen der Dorfgemeinschaft wieder in großer Zahl an ihrem Buffet angeboten haben, in geselliger Runde zu verbringen. Die Gäste mussten an diesem Nachmittag lange warten, denn der Trecker, der das Königspaar und das Kinderkönigspaar auf den Festplatz befördern sollte, blieb wegen einer technischen Panne auf halber Strecke liegen und musste durch ein neues Gefährt ausgetauscht werden.

Durch das spätere Antreten auf dem Festplatz verschoben sich auch alle anderen Termine. So begann mit erheblicher Verspätung das Königsvogelschießen, zudem sich sechs Aspiranten in die Riege der Werfer einreihten. In der ersten halben Stunde verlief das Werfen noch recht zügig. Thomas Wirth sicherte sich den linken Flügel und Jörg Biermann hatte beim Wurf auf den rechten Flügel das Glück auf seiner Seite. Doch dann zog sich das Werfen in die Länge.

Zu einer kuriosen Sache wurde es später auch dadurch, dass Alexander Scheffel den linken halben Rumpf von der Stange holte. Jedoch waren Apfel und Krone noch an dem Rest des Vogels, sodass diesem Wurf keiner besonderen Aufmerksamkeit zuteil wurde. Vehement und mit allen Kräften bemühte sich Thomas Wirth darum, König zu werden. Doch das wurde zu einer zähen Angelegenheit.

Alexander Scheffel sicherte sich im Laufe des Wettkampfs noch den Apel, bevor es nach rund zwei Stunden dem entnervten Thomas Wirth mit dem erlösenden Wurf endlich gelang, den Rest des Vogels von der Stange zu holen. Gemeinsam mit seiner Frau Doris freut er sich nun auf die Regentschaft. Nach der Krönung des neuen Königspaares und der Eröffnung des schwungvollen Tanzvergnügens, fand der Abend durch den heftig aufkommenden Sturm ein abruptes Ende.

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