Wochenmarkt-Händler wehren sich gegen Verlegung

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Meinerzhagens Wochenmarkt im Schatten der Jesus-Christus-Kirche: Den Standort an der Stadthalle wollen die Markthändler laut Markus Spanell am liebsten behalten. Einen zeitweisen Umzug an die Hauptstraße lehnen sie ab.

Meinerzhagen - Der Wochenmarkt in der Fußgängerzone? Diese Idee des UWG-Fraktionsvorsitzenden Raimo Benger, über die die MZ bereits berichtet hat, war nicht nur Thema der jüngsten Ratssitzung, sondern führte bei den Markthändler offenbar zu großen „Irritationen“.

Dies betonte zumindest Wochenmarktsprecher Markus Spanell in einem Brief, den er der Stadtverwaltung zukommen ließ und den Bürgermeister Jan Nesselrath am Montagabend verlas. Demnach seien die Händler „sicherlich nicht bereit, einer Verlegung des Standortes zuzustimmen“. 

In dem Schreiben, in dem Spanells Verärgerung deutlich zum Ausdruck kommt, hält sich die Markthändler-Gilde sogar eine „mediale Aufbereitung“ des Themas offen, sollte ein Umzug des Wochenmarkts weiterhin im Raum stehen. 

Rückblick: In seinem Antrag hatte Raimo Benger gefordert, den Markt abwechselnd an der Stadthalle sowie im Bereich Zur Alten Post/Derschlager Straße stattfinden zu lassen. Hintergrund sei die Magnetwirkung des Marktes, von der auch der heimische Einzelhandel profitieren könne. Und so berichtete Benger auch von einem positiven Echo „einiger Einzelhändler“. Was Spanell und seine Mitstreiter offenbar ärgert, ist die Tatsache, dass zwischen UWG und Markthändlern selbst offenbar keine Rücksprache erfolgte. 

Raimo Benger selbst zeigte sich von dem Brief des Marktsprechers einigermaßen überrascht, betonte die Notwendigkeit, den heimischen Einzelhandel zu unterstützen. „Die Idee kam auch nicht von uns, sondern ist aus Gesprächen mit den Einzelhändlern entstanden“, verteidigte Benger im Rahmen der Ratssitzung sein Vorgehen, Zudem habe es etwa in Halver ähnliche, erfolgreiche Verlagerungen des Wochenmarktes gegeben.

Da mittlerweile auch Händler im oberen Bereich der Hauptstraße Interesse an einem Markt vor ihrer Türe haben, sieht der UWG-Fraktionsvorsitzende durchaus die Notwendigkeit, dieses Thema weiter zu behandeln. Und doch zog er seinen Antrag letztlich doch fürs Erste zurück, nachdem Bürgermeister Jan Nesselrath angekündigt hatte, nun selbst in die Moderatorenrolle schlüpfen und die Möglichkeiten mit den Markthändlern ausloten zu wollen. Skeptisch über die Umzugspläne äußerte sich CDU-Fraktionschef Thorsten Stracke: Es gebe noch zu viele Unwägbarkeiten – wie etwa die Sicherstellung der Stromversorgung –, ehe ernsthaft über eine Verlegung gesprochen werden kann.

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