Diskussion über die Villa-Kosten

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Einblick in die die Villa im Park – ehe hier die ersten Veranstaltungen stattfinden können, ist viel zu tun.

Meinerzhagen - Mit der Villa im Park als Juwel soll das Schmuckkästchen Volkspark ausgepackt werden, als sozio-kulturelle Begegnungsstätte soll mit dem Gebäude die Kulturarbeit im oberen Volmetal voran getrieben werden – in diesen Punkten besteht Einigkeit. Hinsichtlich der Kosten gab es am Donnerstag im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt aber Diskussionsbedarf.

Und so musste Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla, der zusammen mit Sebastian Horstkötter nach Meinerzhagen gereist war, um den Ausschussmitgliedern das Nutzungs-, Träger- und Finanzierungskonzept detailliert zu erläutern, noch einmal Überzeugungsarbeit leisten.

Es liege ihm fern, die Planzahlen anzuzweifeln, auch wolle er die Arbeit des Stadtplanungsbüros und der Verwaltung nicht in Zweifel ziehen und werde daher mit der CDU-Fraktion dem Konzept zustimmen, sagte Volkmar Rüsche. Dennoch äußerte der CDU-Ratsherr seine Bedenken hinsichtlich des Kostenapparates, den die Bewirtschaftung der Villa nach sich ziehen wird. Konkret geht es um den Betrag in Höhe von 10 000 Euro, den die Stadt jährlich an die Stiftung „Villa im Park“ zahlen soll, damit diese nach der Übernahme der Villa die Folgekosten tragen kann.

„Könnte es mehr werden?“ Diese Frage stellten Vertreter von CDU, UWG und Grünen. Denn auch die Planung hinsichtlich der Nutzung erschien Einigen recht ambitioniert. Allein rund 27 000 Euro sollen jährlich durch Veranstaltungen erwirtschaftet werden, entsprechend hoch soll die Zahl der Veranstaltungen sein, die in der neuen Kulturstätte durchgeführt werden sollen. „Alle 2,5 Tage eine Veranstaltung, mindestens eine sogenannte große Veranstaltung pro Woche“, fasste Rüsche zusammen.

Für Hans-Joachim Hamerla ist das machbar. „Sonst erfüllt die Villa ihren Zweck nicht“, stellte er klar. Die in der Planung berechneten jährlichen Renovierungskosten seien großzügig angesetzt, erläuterte Stiftungsratvorsitzender Matthias Scholand, „Wir bekommen aber ein neues Gebäude“, betonte er, dass zunächst daher nicht von gravierenden Erhaltungskosten auszugehen sei. Dennoch sei es es wichtig, den Wert des Gebäudes erhalten zu können. „Die Planungen sind ambitioniert, es wird sich alles entwickeln müssen und dann von der Begeisterung leben“, sagte er. Diese Meinung teilte Ulrich Müller (SPD): „Es wird an uns liegen, dieses Gebäude zu nutzen“, sagte er, und gab für den Chor Mixtour(s), dessen Vorsitzender er ist, die Zusage: „Wir machen die erste Veranstaltung!“ Hans-Joachim Hamerla erläuterte daraufhin nochmals die Planung, die auch auf die Regionale-Förderung abgestimmt sei. Wenn die Stadt mehr zahlen müsse, sei das Projekt nicht förderfähig. Der Ausschuss stimmte dem Konzept zu, am Montag soll es im Rat beschlossen werden, ehe es der Bezirksregierung zur abschließenden Zustimmung vorgelegt wird.

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