Diebe erbeuten Schmuck und Bargeld im Langemann-Haus

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Diebe ließen aus einem Zimmer im Langemann-Haus Schmuck und Bargeld mitgehen. Die Polizei ermittelt.

Meinerzhagen - Sie fühlen sich sicher. Denn in ihrem Zuhause droht scheinbar keine Gefahr. Doch das ist ein Trugschluss.

Denn: Einbrechern ist nichts „heilig“, sie schlagen auch in den eigenen vier Wänden ihrer Opfer zu. Das gilt nicht nur für „normale“ Privatwohnungen, sondern auch für die Zimmer der Bewohner des Langemann-Hauses.

In dem Seniorenheim machten Unbekannte in der Zeit zwischen Samstag, 19. November, und Freitag, 25. November, Beute. Das berichtet die Polizei. Die Täter drangen unbemerkt in ein Zimmer ein und ließen aus dem dortigen Tresor Schmuck und Bargeld mitgehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung haben kaum eine Möglichkeit, diese Taten zu verhindern. Täglich herrscht in Seniorenheimen reger Besuchsverkehr, nicht alle Gäste sind den Angestellten persönlich bekannt. Viele Angehörige der Bewohner gehen ein und aus, sie lückenlos zu kontrollieren, das ist schlichtweg unmöglich.

Vorbeugen lautet also die Devise. Dazu rät auch Anna Becker von der Kreispolizeibehörde in Iserlohn: „In solchen Einrichtungen sollten die Bewohner keineswegs Wertgegenstände offen liegen lassen. Außerdem ist es ratsam, Zimmernachbarn zu sensibilisieren. Wenn die etwas Verdächtiges beobachten, sollten sie das den Mitarbeitern oder dem Bewohner des Zimmers sofort mitteilen. Und das eigene Zimmer sollte bei Abwesenheit immer verschlossen sein.“

Dass es für viele Bewohner nicht immer einfach ist, bestimmte Verhaltensregeln ständig zu beachten, diese Erfahrung hat Monika Besner gemacht. Die Einrichtungsleiterin weiß, dass einige Senioren an Demenz erkrankt sind. „Die Umsetzung ist dann etwas schwierig. Wir appellieren aber ständig an unsere Mitarbeiter, genau nachzuschauen, wer ins Haus kommt, gerade auch in den stilleren Zeiten. Jeder, den wir antreffen, wird von uns befragt, wo er hin möchte.“

Dass Taten wie der jüngste Diebstahl vorkommen, ist auch für Monika Besner nichts Neues. „Ich habe den Eindruck, dass es sich dabei um regelrechte Streifzüge von Dieben handelt. Das berichten auch andere Einrichtungsleitungen aus Seniorenheimen oder Krankenhäusern.“ Für die Chefin des Hauses an der Mühlenbergstraße stellt sich dabei aber noch ein anderes Problem: „Wir müssen auch sehr darauf achten, unsere Bewohner nicht zu verunsichern.“ Ständige Kontrollen hätten vielleicht gerade diesen Effekt.

Bei aller Vorsicht: Verhindern lassen sich solche Taten kaum. Doch sie bleiben auch im Langemann-Haus zum Glück nur eine seltene Ausnahme.

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