„Die Nordsee von oben“ fasziniert

+
Die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg (v.l.) in den City-Lichtspielen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Mit Applaus bedankten sich die Besucher der City-Lichtspiele bei den Filmemachern.

Christian Wüstenberg und Silke Schranz waren zum NRW-Start ihrer Films „Die Nordsee von oben“ nach Meinerzhagen gekommen. Sie boten einen neunzigminütigen „Flug“ entlang der Nordseeküste, bei dem die Zuschauer die Region zwischen Emden und Sylt aus einer völlig neuen Perspektive kennenlernen konnten.

„Hin und wech“ seien sie gewesen, als sie die Luftbilder von Peter Bardehle und Klaus Stuhl in einem Fersehbeitrag von arte sahen, berichteten die Filmemacher. Umgehend sicherten sie sich die Rechte an dem rund 40-stündigen noch unveröffentlichten Filmmaterial. Die spektakulären Aufnahmen waren mit einer Helicopterkamera aufgenommen worden, die der amerikanische Geheimdienst für Spionage- und Beobachtungsflüge entwickelt hatte. Die „Cineflex“ gilt als die beste Helikopterkamera der Welt und liefert gestochen scharfe und ruckelfreie Bilder, die das aus Otterndorf bei Cuxhaven stammende Nordlicht Christian Wüstenberg seine Heimat auf völlig neue Art sehen ließen.

Gemeinsam mit der aus Hessen stammenden Silke Schranz schnitt Wüstenberg aus dem vorhandenen Filmmaterial einen neunzigminütigen Kinofilm, der grandiose Luftaufnahmen vom Weltnaturerbe Wattenmeer, den Inseln und Halligen und vom Land hinter dem Deich zeigt, und der in breitem norddeutschen Zungenschlag kommentiert wird. Einen „exotischen Heimatfilm“ nennen die beiden Filmemacher ihr Werk, das fantastische Naturaufnahmen mit Bildern von den Errungenschaften der modernen Technik verbindet. Eindrücklich zeigen die spektakulären Aufnahmen, dass das Wattenmeer als Weltnaturerbe der UNESCO zu Recht auf einer Stufe mit dem Grand Canyon, der Serengeti oder den Galápagos-Inseln steht. Aber es wird auch klar, welche fatalen Folgen der Eingriff des Menschen in diese einzigartige Naturlandschaft haben kann. Wie häufig im Leben wird auch hier durch eine gewisse Distanz das Naheliegende besser erkennbar.

Am kommenden Freitag und Samstag, jeweils ab 19 Uhr, wird der aus der Vogelperspektive gedrehte Film noch einmal zu sehen sein. ▪ luka

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare