Wasserpegel der heimischen Talsperre deutlich gesenkt

Die Listersperrmauer wird saniert

Die Listersperrmauer wird saniert.
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Die Listersperrmauer wird saniert.

In Hunswinkel ist Ebbe. Der Steg liegt „auf dem Trockenen“ und vom Einlauf des Listerbachs bis zur Trippelkorte erinnert das riesige Areal an eine Wattlandschaft. Der Grund für diesen Anblick ist am anderen Ende der Talsperre zu finden: Die Staumauer, die Lister und Bigge trennt, wird in einem weiteren Bauabschnitt saniert.

Meinerzhagen – Ein Haus zu erneuern, ist aufwendig. Wenn das Mauerwerk, wie bei der Listersperrmauer, im Wasser liegt, ist der Aufwand dieser Prozedur noch größer, jedoch nicht weniger wichtig. Immerhin muss die Staumauer nicht nur Witterungsschwankungen standhalten, sondern auch gewaltigen Wassermassen.

Dem Alterungsprozess entgegenwirken

Um dem natürlichen Alterungsprozess entgegenzuwirken, wurden in den vergangenen Jahren auf der Biggeseite die Fugen zwischen den Bruchsteinen in mehreren Sanierungsschritten erneuert. Rund eine Million Euro hat der Ruhrverband dafür investiert. Etwas weniger umfangreich ist nun die Erneuerung an der anderen Seite des über 100 Jahre alten Bauwerks.

Wasserpegel um 4,50 Meter gesenkt

Im vergangenen Jahr war der erste Bauabschnitt an der Reihe, bei dem die Fugen mit Bohrhämmern ausgestemmt und dann mit neuer Masse aufgefüllt wurden. Die Arbeiten sind zwar nicht so umfassend wie an der Biggeseite, doch auch hier werden sie in mehreren Etappen durchgeführt. Teil zwei erfolgt nun in diesem Herbst. Hierfür wurde an der Sperrmauer erneut ein Gerüst angebracht. Insgesamt sei der Wasserpegel der Lister um 4,50 Meter gesenkt worden, um die Arbeiten durchführen zu können, berichtet Britta Balt, Sprecherin des Ruhrverbandes. Auch wenn es optisch nicht den Anschein hat – immer noch ist die Talsperre zu einem Dreiviertel gefüllt. Nach Beendigung der Maßnahme – beim Ruhrverband rechnet man je nach Witterung damit, dass dies Anfang November der Fall sein wird – soll sich die heimische Sperre auf natürlichem Weg wieder füllen und ein gewohntes Bild erreicht werden. „Um sagen zu können, wie lange das dauert, müssten wir in die Glaskugel schauen können“, macht Ruhrverband-Sprecherin Britta Balt deutlich, dass man auf das hierfür erforderliche (Regen-) Wetter keinen Einfluss hat.

Stauhöhe der Lister schwankt

Dass die Stauhöhe der Lister schwankt, ist im Übrigen nicht ungewöhnlich und neben den Einflüssen der Natur auch der Grund für die Sanierungsarbeiten. Umwelteinflüsse und thermische Belastungen wie Frost setzen dem Mauerwerk mehr als ein Jahrhundert zu, wenngleich diese Belastung unter Wasser geringer ist. Der Wasserkörper wirkt hier wie ein Wärmemantel. Einen Pflanzenbewuchs gibt es nicht. Die Wasserwechselzone ist hingegen empfindlicher.

Nächster Abschnitt im nächsten Jahr

Abgeschlossen sind die Arbeiten an der Mauer des Wasserreservoires noch nicht. Sowohl ein kleiner Teil der hinteren Staumauer als auch die der Witterung ausgesetzten Bereiche des Turms müssen im kommenden Jahr ebenfalls noch der gleichen Prozedur unterzogen werden. Dann wird der Wasserspiegel der heimischen Lister ein weiteres Mal gesenkt werden müssen.

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