Erlebnis-Pfad um Heedberg geplant

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Matthias Kretschmer (links) erläuterte der Delegation aus Arnsberg sowie dem Leader-Regionalmanagement und Vertretern der Städte Meinerzhagen und Kierspe seine Idee.

Meinerzhagen - Dezernenten der Bezirksregierung Arnsberg sind nicht zwangsläufig reine Bürokraten. Andreas Pletziger zum Beispiel bewies am Dienstag bei seiner Tour durch das obere Volmetal durchaus sportliches Talent, gepaart mit dem Interesse, was hinter den Vorlagen und Ideen steckt, die ihm auf den Schreibtisch flattern.

Begleitet von Nils Hoffmann und Marwin Kenter ließ sich Pletziger am Dienstagvon einer Delegation aus den vier „Oben-an-der-Volme“-Kommunen durch die Region führen. Großen Raum nahmen dabei nicht nur vollendete Projekte wie der Volmefreizeitpark oder die Fußballgolf-Anlage in Kierspe ein, sondern auch Ideen, deren Anträge zur Leader-Förderung bereits eingereicht wurden. Dazu zählt eben auch das Projekt „Rund um den Heedberg“, ein Wald-Aktiv-Pfad, der sich über circa fünf Kilometer erstrecken und 15 Erlebnisstationen umfassen soll. 

Startpunkt für die Tour des Dezernenten war denn auch das Wald- und umweltpädagogische Zentrum Haus Heed, in dem Matthias Kretschmer seine Vision eines Erlebnisparcours darstellte und auch einzelne Stationen präsentierte. „Unser Ziel ist es, den Wald als Lebewesen wahrzunehmen“, betonte Kretschmer, der die gesamte Nachbarschaft in Heed mit ins Boot holen will, um Stationen mit den Themenbereichen „Der Wald bewegt“, „So klingt der Wald“, „Ruhe empfinden“ und „Bildung im Wald“ zu erschaffen. Mal gibt es den „Waldweitsprung“, bei dem Sprungweiten unterschiedlicher Waldbewohner aufgezeichnet sind, mal das Waldxylofon, mal ein „Wald-Sofa“ mit Weitblick, mal das Waldklassenzimmer, in dem Sitzplätze für etwa 30 Personen geschaffen werden sollen.

Auf einem Abstand von circa 300 Metern sollen an den Stationen außerdem Informationssäulen mit QR-Codes platziert werden. Ausgelesen mit einem Smartphone, lassen sich so über das Internet weitere Informationen zum Umfeld der Stele abrufen – auch im Wald, wie Kretschmer und Bürgermeister Jan Nesselrath auf Anfrage Andreas Pletzigers betonten. 

Wenngleich der Dezernent eine konkrete Förderzusage der Investitionskosten von circa 35 000 Euro gestern noch nicht erteilen konnte, so wurde doch deutlich, dass er von der Idee Kretschmers angetan ist, da sie optimal in das Anforderungsprofil der Bezirksregierung passe. „Und wenn die Leute dann auch noch mit Herzblut bei der Sache sind, gelingen solche Projekte schließlich auch“, sagte Pletziger – ehe er mit seinem Tross in Richtung Kierspe aufbrach.

Das Leader-Programm

Leader ist ein Regionalentwicklungsprogramm der EU und des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel, die ländlichen Regionen zu entwickeln und wirtschaftlich zu stärken. Die Abkürzung steht für das Französische „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und bedeutet „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Projekte privater oder öffentlicher Träger werden mit maximal 65 Prozent oder 250 000 Euro bezuschusst. Der Rest muss vom Träger geleistet werden.

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