Filiale im Ebbedorf

Post greift für Valbert zu Plan B

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Ein Post-Angebot soll es in Valbert auf jeden Fall weiterhin geben - zunächst in Form einer "Interims-Filiale", wie es heißt.

Valbert - Wie geht es weiter mit der Post in Valbert? Eine endgültige Antwort auf diese Frage kann das Logistikunternehmen bislang noch nicht liefern.

Alexander Böhm, Sprecher der Post für die Region, erklärte gestern auf Anfrage der MZ, dass man weiter auf der Suche nach einem Geschäftspartner sei, der das bislang im Reisebüro Lück angesiedelte Angebot weiterführt. Bislang sei dieser allerdings nicht gefunden worden – „und es sieht derzeit leider auch nicht so aus, dass wir zum 1. Mai einen haben“, sagte Böhm weiter. 

Angebot im Reisebüro endet am 30. April

Wie berichtet, will sich Jutta Oerder mit ihrer Tochter Caroline auf das Kerngeschäft des Reisebüros konzentrieren. Der Vertrag mit der Deutschen Post läuft zum 30. April dieses Jahres aus. Daraufhin war auch über eine Ansiedlung der Post-Agentur im ehemaligen Rewe-Markt spekuliert worden, den bekanntlich Christian Kretschmann mit seiner Frau Britta aus dem Dornröschenschlaf erwecken will (die MZ berichtete). Doch ob es so weit kommt, dazu wollte Böhm gestern keine Angaben machen. Allerdings räumte er ein, dass die Post mittlerweile einen Plan B aus der Schublade holen muss, um die gesetzlich vorgeschriebene Abdeckung der Postleistungen in Valbert sicherstellen zu können. 

"Interims-Filiale" mit Post-Angestellten

„Sollten wir keinen Geschäftspartner finden, der eine Agentur betreibt, müssen wir uns in Räume einmieten und auf eigene Rechnung ein Angebot betreiben. Das allerdings mit stark eingeschränktem Produktportfolio und mit nur zwei bis drei Stunden pro Tag.“ Dies bezeichne die Post als „Interims-Filiale“ – die so lange Bestand hat, bis eine reguläre Post-Agentur den Betrieb aufgenommen hat. 

Bereits auf Mitarbeitersuche

Auf Mitarbeitersuche ist die Post bereits gegangen: In einer Hauswurfsendung schrieb das Unternehmen die Stelle eines „Filialmitarbeiters (m/w)“ aus, der befristet an sechs Tagen in der Woche „Postdienstleistungen“ anbietet. Angesichts der in der Ausschreibung angekündigten Wochenarbeitszeit von zwölf Stunden ergäbe das eine tägliche Arbeitszeit in der Filiale von zwei Stunden. 

Irritationen bereits im Jahr 2003

Der Standortwechsel in Valbert ist für die Deutsche Post kein Neuland: Bereits im Jahr 2003 gab es erhebliche Irritationen angesichts neuer Vertragsbedingungen, die das Reisebüro Lück letztlich 2005 dazu bewegten, nicht weiter als Agentur für das Unternehmen tätig zu sein. Nachdem daraufhin die „Flugreisekontakt Richter GmbH“ die Leistungen übernommen hatte, kam es nach drei Jahren erneut zu einem Umzug der Post-Agentur – zurück ins Reisebüro Lück, wo die Ära der Postdienstleistungen nun jedoch endgültig enden soll.

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