Deutlich verbesserte Stimmung

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Die Bürgermeister Dieter Dzewas, Erhard Pierlings und Uwe Töpfer (v.l.) informierten sich.

MEINERZHAGEN/KIERSPE ▪ Es geht deutlich aufwärts! Doch sorgenfrei sind die heimischen Unternehmen nicht. So könnte das Fazit nach der Veranstaltung lauten, die heute im Besucherzentrum der Brennerei Krugmann an der Krim stattfand.

Dorthin hatten die Volksbank im Märkischen Kreis (zuständig auch für Meinerzhagen und Valbert) und die Volksbank Kierspe eingeladen, um die Ergebnisse ihrer Unternehmensbefragung vorzustellen. Dazu war viel lokale Prominenz nach Meinerzhagen gekommen, unter anderem die Bürgermeister Dieter Dzewas (Lüdenscheid) und Uwe Töpfer (Marienheide). Natürlich nutzte auch Meinerzhagens Stadtoberhaupt Erhard Pierlings die Gelegenheit, sich über die Wirtschaftslage im heimischen Raum zu informieren. Für Kierspe nahm der Erste Beigeordnete und Kämmerer Olaf Stelse teil. Doch auch die Stadt Neuenrade, Vertreter der SIHK, der Kreishandwerkerschaft, des Stadtmarketing-Vereines und Politiker aus Meinerzhagen und Kierspe waren erschienen, um sich ein Bild von der Lage der heimischen Unternehmen zu machen.

Insgesamt nahmen an der im August durchgeführten Umfrage 166 Betriebe teil. Sie kommen aus den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bau- und Ausbaugewerbe, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

Roland Krebs, Vorstandsmitglied der Volksbank im Märkischen Kreis und Stephan Baldschun, sein Kollege von der Volksbank Kierspe, begrüßten die Gäste – anschließend erläuterte Baldschun die Ergebnisse der Befragung.

Die Stimmung in der mittelständischen Wirtschaft im Geschäftsgebiet der beiden Volksbanken hat sich seit der letzten Befragung deutlich verbessert. Nachdem das Barometer im Sommer 2009 stark verloren hatte, erreicht es nun den höchsten Stand seit Beginn der Befragung. Das Stimmungsbarometer, das sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die erwartete künftige Geschäftsentwicklung der mittelständischen Unternehmen berücksichtigt, steigt 15,4 Zähler auf aktuell 111,9 Punkte.

In der Umfrage sprechen deutlich mehr Unternehmer als im Sommer 2009 von einer verbesserten Geschäftslage. Annähernd zwei Drittel der befragten Mittelständler (62 Prozent; vormals zehn Prozent) registrieren anziehende Geschäfte, während lediglich acht Prozent (vormals 47 Prozent) eine Verschlechterung melden. Sehr positiv ist auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage. Die Zahl der Unternehmen mit guten und sehr guten Bewertungen ist auf 47 Prozent bzw. neun Prozent gestiegen (vormals 24 Prozent und ein Prozent). Die mit ihrer Situation unzufriedenen Mittelständler sind nur noch zu vier Prozent vertreten (vormals 28 Prozent).

Die gute Stimmung resultiert auch aus den verbesserten Erwartungen für die künftige Geschäftslage: Während aktuell 38 Prozent der Mittelständler an eine freundlichere Geschäftslage glauben, gehen lediglich fünf Prozent von einer Verschlechterung aus. Die Mehrheit (56 Prozent) vermutet, dass sich ihre Geschäftssituation in den nächsten Monaten nicht ändern wird.

Das Verarbeitende Gewerbe im Geschäftsgebiet der Volksbank im Märkischen Kreis und der Volksbank Kierspe verzeichnet den größten Stimmungsaufschwung. Nachdem der Index im Sommer 2009 noch stark eingebüßt hatte, gewinnt dieser 20,8 Zähler auf aktuell 112,7 Punkte.

Nach lediglich vier Prozent in der letzten Befragung gibt nun eine deutliche Mehrheit der Befragten (81 Prozent) an, dass sich die Situation im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem zweiten Halbjahr 2009 verbessert habe. Von einer Eintrübung sprechen nur noch sieben Prozent der Mittelständler (vormals 60 Prozent). Damit übertreffen die tatsächlichen Entwicklungen die zuvor geäußerten Erwartungen bei Weitem. Die gute Entwicklung in den vergangenen Monaten geht mit einer positiven Beurteilung der aktuellen Geschäftslage einher. Nahezu zwei Drittel der Unternehmer bewerten ihre Situation mit gut (51 Prozent) bzw. sehr gut (zehn Prozent). Gleichzeitig hat sich der Anteil der Unternehmer, die ihre Geschäftslage als unbefriedigend erachten, um 33 Prozentpunkte auf aktuell fünf Prozent verringert.

Mit einem Plus von 10,7 Zählern auf 110,3 Punkte markiert das Stimmungsbarometer ebenfalls einen Rekordstand.

Die Hälfte der befragten Handwerker (50 Prozent; vormals 38 Prozent) bezeichnet ihre gegenwärtige Geschäftssituation als gut, fünf Prozent (vormals drei Prozent) als sehr gut. Von unbefriedigenden Geschäften sprechen acht Prozent der Handwerksunternehmen (vormals 24 Prozent). ▪ beil

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