Innenstadtquartier: Das letzte Regionale-Puzzleteil

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Stadthalle mit neuen Baukörpern: Die Grafik zeigt das Erdgeschoss, links das große Gebäude mit neuen Flächen für Einzelhandel.

Meinerzhagen - Ob Bahnhofsausbau, Otto-Fuchs-Platz, Volkspark, Villa im Park oder Fassadenprogramm – das sogenannte „Integrierte Handlungskonzept“ (IHK), das für die Regionale 2013 aufgelegt wurde, hat Spuren in Meinerzhagen hinterlassen. Und mit dem am Dienstag vorgestellten Konzept für die Stadthalle soll nun ein weiteres Puzzleteil hinzugefügt werden.

Heute stellen wir weitere Details zu den Plänen vor, die nun ebenfalls im IHK beschrieben werden. 

Stadtbücherei 

Über etwa 20 000 Medien verfügt die Bücherei im Untergeschoss der Stadthalle – eine Zahl, die an diesem Ort nicht jene öffentliche Präsenz erzielt wie gewünscht. Daher der Umzug in die jetzige Spielhalle gegenüber des Haupteingangs zur Stadthalle. Damit einher geht der Umbau des Geschäftslokals, „mit dem die Räume zum Otto-Fuchs-Platz geöffnet und transparent gestaltet werden“, wie es im Konzept heißt.

Die Bücherei soll Aufenthalts- und Kommunikationsräume enthalten, etwa in Form einer „Leselounge“. Eine öffentliche Nutzung im Gebäude, so die Hoffnung, werde das Stadtbild deutlich aufwerten und die Innenstadt weiter beleben. 

Kommerzielles Zentrum 

Einzelhandel, Dienstleistungen, Büros, Wohnraum, Gastronomie, Parkmöglichkeiten: All das soll in direkter Nachbarschaft zur Stadthalle, beziehungsweise dann zum neuen „sozio-kulturellen Zentrum“, angeboten werden. Wie bereits im Februar 2018 im Ratssaal vorgestellt, soll der westliche Anbau der Stadthalle dazu abgerissen werden. Dort sowie auf dem direkt angrenzenden Grundstück im Norden (heute Parkplatz) soll ein Neubaukomplex entstehen.

Zwischen den Gebäuden soll sich außerdem, trichterförmig in Richtung Otto-Fuchs-Platz, eine Erschließungsachse mit eingeschossigen, kleinen und mittleren Einzelhandels- und Gastronomieeinheiten befinden. Im Übergang zur Stadthalle könnten diese Gastronomieangebote mit dem Veranstaltungsbereich verbunden werden. In den Obergeschossen der gegenüberliegenden Baukörper sollen Wohnungen, Büros oder Praxen entstehen. 

Den größten Neubau direkt gegenüber des Hit-Markts soll ein dreigeschossiger Baukörper bilden, der im Untergeschoss über einen Verbindungsweg in Richtung Volme und Hit-Markt verfügt. Ebenfalls im Untergeschoss sollen sich Parkplätze befinden, die von der Volmestraße und über die Straße „An der Volme“ erreichbar sein werden. Über dieses Geschoss soll auch die Stadthalle (das sozio-kulturelle Zentrum) trockenen Fußes und dank Aufzug barrierefrei erreichbar sein. 

Sozio-kulturelles Zentrum

Die 1970 erbaute Veranstaltungshalle ist in die Jahre gekommen und um sie erhalten zu können, „besteht erheblicher Handlungsbedarf“, so heißt es im Konzept. Sie soll zu einem sozio-kulturellen Zentrum umgebaut werden, das unter anderem auf zwei Geschossen ein Haus der Vereine mit 592 Quadratmetern vorsieht, aber auch das öffentliche Stadtarchiv im Bereich des heutigen Kinos (426 Quadratmeter) und – im Bereich des heutigen Awo-Treffs – eine integrative Netzwerkezentrale und interkulturelle Begegnungsstätte enthält (344 Quadratmeter). Trägerin dieser Netzwerkzentrale, in der es unter anderem Beratungs- und Bildungsangebote geben soll, soll die Arbeiterwohlfahrt Meinerzhagen sein. 

Die Bühne des Veranstaltungssaals soll durch die Stadt ertüchtigt werden. Besucher von Veranstaltungen können außerdem auf ein Gastronomieangebot zurückgreifen. Der Eingangsbereich zur Stadthalle soll einen gläsernen Vorbau mit ebenfalls gläsernem Aufzug erhalten, der den Zugang auch vom Otto-Fuchs-Platz barrierefrei ermöglicht. Auch die Fenster der Aufenthaltsräume sollen mit einer großflächigen, vertikal gegliederten Aluminium-Glasfassade, gestaltet werden. Die Fassade wird mit Glasfaserbetonplatten eingekleidet.

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