Dauereinsatz in Sachen Laub

Mitarbeiter des Baubetriebshofes sind derzeit täglich damit beschäftigt, städtische Flächen von Blättern „zu befreien“.

Meinerzhagen - Der Anblick schöner bunt gefärbter Laubbäume löst im Herbst nicht nur ungeteilte Freude aus: „Hier haben wir heute Morgen alles sauber gemacht“, stellt Frank Rohrmann mit Blick auf den Bürgersteig der Birkeshöh-Brücke fest. Am Mittag liegt hier schon wieder ein kleines Blätter-Meer.

In Sachen Laub sind der Vorarbeiter des Baubetriebshofes und seine Kollegen derzeit im Dauereinsatz. Zwei Wochen, schätzt Frank Rohrmann, werde die Baubetriebshof-Mannschaft noch mit der Beseitigung der Blätter auf öffentlichen Gehwegen beschäftigt sein. „Augenblicklich ist es noch ziemlich warm, da bleibt noch einiges an Laub auf den Bäumen.“ Ein fünfköpfiges Team reinigt die Wege dabei „nach der Wichtigkeit“. Vor allem dort, wo viele ältere Menschen unterwegs sind, werde regelmäßig gefegt. Am Seniorenheim sei dies beispielsweise der Fall. „Wir können allerdings nicht überall sein“, betont Rohrmann. Die meisten Bürger wüssten das auch. Es gebe nur selten Beschwerden. „Jetzt, wo alles trocken ist, sowieso nicht.“

Neben den öffentlichen Gehwegen werden auch städtische Grünflächen wie der Stadtpark, der Park am Löher Weg oder der Friedhofspark in Valbert sauber gehalten. Gleiches gilt für die Rasenfläche unterhalb des Ehrenmales an der Heerstraße. Ein halber Tag Arbeit gehe für diese Fläche „drauf“, schätzt Frank Rohrmann.

Neben Laubbläsern wird im Baubetriebshof vor allem auf Technik gesetzt. Mit zwei Fahrzeugen sind Detlef Lüsebrink und Jens Vollmerhaus derzeit unterwegs. Kleine Messer ihrer angekoppelten Gerätschaften wirbeln Blätter, Kastanien und Eicheln auf und pusten sie grob zerkleinert in die Auffangbehälter.

Zehn Fuhren landen pro Tag in die Laubdeponie

Dieses Laub landet dann auf der städtischen Laubdeponie „Im Kötgen“. Etwa zehn Fuhren mit Blättern & Co. landen derzeit täglich auf dem Gelände hinter dem Bamberg. Die Stadt Meinerzhagen sei in der glücklichen Lage, eine solche Lagerfläche zu besitzen. Das umzäunte Gelände werde daher auch „gehegt und gepflegt“. Einst war es eine Müllkippe, mehrere „Entgasungsstellen“ wurden daher installiert, damit Gase entweichen können.

Bei der Kompostierung des Laubs wird nach dem „Haufen-Prinzip“ gearbeitet. Die Blätterberge werden umgeschichtet und von speziellen Maschinen zerstampft. Nach mehrjähriger Lagerung entsteht wiederverwertbarer Mutterboden. Ein nützliches und aus städtischer Sicht auch günstiges System, meint Rohrmann.

Auch Grundstückseigentümer müssen ran

Mit der Beseitigung des Laubs ist nicht nur der Baubetriebshof beschäftigt. Auch Grundstückseigentümer sind laut Straßenreinigungssatzung verpflichtet, die Gehwege vor ihrem Grundstück in einem begehbaren Zustand zu halten. Dabei gilt: Laub ist Laub. „Es spielt keine Rolle, ob die Blätter von privaten oder von städtischen Bäumen gefallen sind“, so Claudia Benninghaus vom städtischen Fachdienst Bauen und Wohnen. Zeitliche Vorgaben wie etwa bei der Schneebeseitigung gebe es in Sachen Laub nicht. Gleichwohl können Fußgänger im Falle eines Sturzes im schlimmsten Fall Schadenersatzansprüche geltend machen. Bei trockenem Wetter kommt Hilfe im günstigsten Fall aus der Luft – wenn der Wind die Blätter wegpustet.

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