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Das Virus ist nicht weg - Testangebot bleibt bestehen

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Von: Simone Benninghaus

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Die Zahl der Besucher im Testzentrum ist weniger geworden.
Die Zahl der Besucher im Testzentrum ist zwar weniger geworden, das Angebot bleibt dennoch bestehen. © Karl-Josef Hildenbrand

Das Virus ist nicht weg – was für Sabrina Subat, die für das Gummersbacher Unternehmen Medi-co das Test- und Impfzentrum in der Stadthalle betreibt, feststeht, wird auch durch Zahlen belegt. Etwa zehn Prozent der Testungen, die im Testzentrum durchgeführt werden, seien positiv, berichtet die Geschäftsführerin. „Manchmal sind es auch 20 Prozent.“ Dass die Dunkelziffer viel höher ist, davon geht Sabrina Subat aus, da sich insgesamt betrachtet immer weniger Menschen testen lassen: „Die Ansteckungsgefahr ist größer denn je.“

Meinerzhagen – Auch wenn die Zahl der Coronafälle nach wie vor hoch sind – vergleichbar mit dem Infektionsgeschehen zum Ende des vergangenen Jahres und zum Beginn dieses Jahres sei die derzeitige Situation nicht. Die Zahl der Testwilligen habe deutlich abgenommen, auch räumlich habe sich Medi-co in der Stadthalle daher mittlerweile deutlich verkleinert. Verbunden damit ist auch eine geringere Personalstärke. Mittlerweile reiche es aus, wenn vier Mitarbeiter vor Ort seien, „zu Spitzenzeiten waren es zehn oder elf“. Die PCR-Tests werden nach wie vor zusätzlich „abgeschottet“ im Untergeschoss durchgeführt.

Unterschiedliche Besucherzahlen

Die Besucherzahlen seien unterschiedlich hoch, berichtet Sabrina Subat – „ab 150 aufwärts. Wir sind nach wie vor gut besucht.“

Viele Bürger, die ins Testzentrum kommen, seien „Stammkunden“. Viele Ältere seien darunter, die nach wie vor auf Nummer sicher gehen wollen, um sich und ihre Mitmenschen zu schützen. Nicht selten, werde das Testzentrum auch aufgesucht, wenn die Corona-Warn-App anschlage. Hier sei auch die Aufklärung das große Stichwort: „Wir leisten sehr viel Aufklärungsarbeit“, sagt Sabrina Subat. Immer noch herrsche Unsicherheit, zum Beispiel, ob nach einer Warnung der Smartphone-App ein PCR-Test fällig ist. Gleiches gelte für PCR-Termine, die nach einem positiven Schnelltest wahrgenommen werden sollten. „Die Ankündigung, dass es hier eine Priorisierung geben sollte, trat nie ein“, so die Medi-co-Geschäftsführerin. Auch durch die Verkürzung der Quarantänezeit bestehe Unsicherheit.

Kein Schema für die Dauer der Erkrankung

Dass es für Dauer der Erkrankung kein Schema gibt, steht für Sabrina Subat mittlerweile ebenfalls fest: „Manche sind nach drei Tagen wieder negativ, andere erst nach 14. Das ist sehr individuell.“

Dass die Besucherzahlen im Testzentrum immer noch gut sind, darüber ist Sabrina Subat vor allem in einer Hinsicht froh: „Wenn sich jemand infiziert hat, kann schnell ein Cut gemacht werden, damit das Virus nicht weiter verbreitet werden kann.“

Dass viele Menschen auf der anderen Seite aber auch „keine Lust“ mehr haben, sich testen zu lassen und sich nach dem normalen Leben sehnen, sei auch verständlich. „Ich habe den Eindruck, dass die Angst vor dem Virus geringer geworden ist“, so Subats Einschätzung. Dennoch gehe es nach wie vor darum, vulnerable Gruppen zu schützen.

Spaltung der Gesellschaft droht

Ein Grund, warum beispielsweise auch Sabrina Subat zu den Menschen gehört, die beim Einkaufen nach wie vor einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dass die Zahl der Maskenträger abgenommen hat, hat aber auch sie beobachtet. Trotzdem löse das Zusammensein mit vielen Menschen bei Vielen durchaus auch Unwohlsein aus. Hier könne durchaus auch eine Spaltung Gesellschaft drohen.

„Massiv“ zurückgegangen ist auch die Zahl der Impfungen, die in der Stadthalle vorgenommen werden. Einmal im Monat bestehe das Impfangebot derzeit. Vorgenommen würden fast nur noch Viertimpfungen.

Wie die Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten sein wird – „keiner weiß, was passieren wird“, meint Sabrina Subat, die aber davon ausgeht, dass sich die Situation im Herbst wieder anspannen wird: „Vermutlich wird es uns wieder ereilen.“ Aus Subats Sicht macht es daher Sinn, das Testangebot in der Stadthalle aufrecht zu erhalten, um eine mögliche Überlastung der Krankenhäuser und ihrer Mitarbeiter zu vermeiden. Bis Ende Juni sollen sich daher auch die Öffnungszeiten des Testzentrums nicht ändern.

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