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Impflicht? Das sagen die Meinerzhagener

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Von: Dominic Rieder

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Das sagen Meinerzhagener zur Impfpflicht
Marlies Krause ist Inhaberin des Blumenhauses Krause in Meinerzhagen – und geimpft. © Rieder, Dominic

Die Corona-Lage wird immer dramatischer, aktuell steigen die Zahlen weiterhin unaufhörlich. Entsprechend gehört zu den Themen, über die gesellschaftlich derzeit besonders intensiv diskutiert wird, eine mögliche Impfpflicht.

Meinerzhagen - Wie darüber gedacht wird, das hat die Meinerzhagener Zeitung in der heimischen Volmestadt in Einzelhandel, Gewerbe, Vereinsleben und Kultur erfragt. „Ich bin für eine Impfpflicht, weil wir anders aus der Pandemie nicht herauskommen“, betont Rotraud Berges, Mitarbeiterin des Weltladens Meinerzhagen. „Ich komme mir vor wie im Film ,Und täglich grüßt das Murmeltier‘. Ich möchte nicht noch ein weiteres solches Jahr erleben. Es geht schon lange nicht mehr um die Freiheit der Ungeimpften, sondern es geht jetzt um die Freiheit der Geimpften“, erklärt die Meinerzhagenerin.

Das sagen Meinerzhagener zur Impfpflicht
Birgit Struth ist Inhaberin des Haarstudios Struwwelpeter. © Rieder, Dominic

„Grundsätzlich bin ich nicht für eine Impfpflicht“, sagt Marlies Krause, Inhaberin des Blumenhauses Krause. „Jeder sollte für sich entscheiden, was er macht, wobei es sicherlich gut und sinnvoll ist, wenn man geimpft ist“, fügt die Volmestädterin hinzu.

„Ich bin mittlerweile für eine allgemeine Impfpflicht, weil ich glaube, dass man nur auf diesem Wege die Corona-Pandemie in den Griff bekommt“, meint Wolfgang Schmitz, Inhaber der Buchhandlung Schmitz. „Mit den nun getroffenen Regelungen würde das zu lange dauern. Zuvor dachte ich noch, dass möglicherweise eine Impfpflicht für Medizin- und Pflegepersonal reichen könnte. Aber inzwischen wird durch die Ungeimpften der Alltag für Geimpfte und Genesene so massiv eingeschränkt, dass man dem nur mit einer allgemeinen Impfpflicht beikommen kann“, macht der heimische Buchhändler deutlich.

Ich komme mir vor wie im Film ,Und täglich grüßt das Murmeltier‘.

Rotraud Berges, Mitarbeiterin des Weltladens Meinerzhagen

„Um gegen die Pandemie anzukämpfen, ist das Impfen natürlich wichtig“, betont Birgit Struth, Inhaberin des Haarstudios Struwwelpeter. „Aber man muss zwei Aspekte bedenken: Zum einen gibt es viele Nicht-Geimpfte, die Verständnis zeigen und das regelmäßige Testen in Kauf nehmen. Und außerdem gibt es Ungeimpfte, die sich aus Krankheitsgründen nicht impfen lassen können, obwohl sie es vielleicht wollen. Die muss man ausklammern“, sagt die Meinerzhagenerin. „Davon abgesehen fände ich es wichtig, dass die Geimpften von der Politik besser aufgeklärt würden. Denn viele Geimpfte denken, sie wären zu 100 Prozent sicher geschützt - und das sind sie nicht“, ergänzt sie.

„Ich bin natürlich für eine Impfpflicht. Die ist ganz wichtig. Das Infektionsgeschehenen wird man nie anders in den Griff bekommen“, meint Klaus Reimann von den Meinhardus-Musikanten. „Die 2G-Regel hilft da zwar etwas weiter, wird aber letztlich nicht ausreichen. Das sieht man zum Beispiel auch daran, wie viele Weihnachtsmärkte mittlerweile abgesagt wurden“, verdeutlicht der Volmestädter.

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